ÖAMTC: Sensation im zweiten Lauf der "DUNLOP Drift Challenge Austria powered by DOTZ Tuning Wheels" (+ Foto)
Alexander Jirsa feiert im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum St. Veit Außenseitersieg
Der 12. Mai 2012 wird als ganz besonderer Tag in die Geschichte der "DUNLOP Drift Challenge Austria powered by DOTZ-Tuning-Wheels" eingehen: Im zweiten Meisterschaftslauf der Saison setzte sich Underdog Alexander Jirsa überraschend gegen die etablierten Favoriten durch. Dass Jirsa seinen Triumph mit dem Ford Sierra Cosworth erringen konnte, macht die Sensation perfekt – erstmals wurde damit die jahrelange BMW-Dominanz in der österreichischen Drift Staatsmeisterschaft durchbrochen.
Dabei begann alles wie gewohnt. Der dreifache Staatsmeister der Rennwagen, Alois Pamper, der auch beim Saisonauftakt in Saalfelden dominiert hatte, eröffnete wie gewohnt mit einer Bestmarke. Den Angriff seines steirischen Landsmannes Martin Köllinger im zweiten Durchgang konnte Pamper noch in gewohnter Manier abwehren. Bis hierhin war alles "business as usual" – bis zum dritten Wertungslauf, in dem eine Überraschung die andere jagte.
Zunächst ging Alexander Jirsa in seinem Ford Sierra Cosworth mit der Maximal-Punkteanzahl der Jury und einer unfassbar schnellen Rundenzeit in Führung. An der Querfahrt des Niederösterreichers bissen sich nacheinander Luka-Marko Groselj, Martin Köllinger und schließlich auch Alois Pamper die Zähne aus. Damit war die Sensation perfekt und erstmals seit Jahren konnte ein neuer Name in die Siegerliste der Rennfahrzeuge eingetragen werden. Pamper und Köllinger mussten sich mit den Plätzen zwei und drei begnügen, der Slowene Groselj wurde gar nur Vierter. Die Meisterschaftswertung wird jedoch weiterhin von Alois Pamper angeführt.
Überraschungen auch bei den Serienfahrzeugen
In der Kategorie der Serienfahrzeuge konnte ebenfalls ein Außenseiter die Favoriten niederringen. Wolfgang Schmid aus Niederösterreich schaffte im dritten Durchgang mit seinem Mazda RX-8 den überraschenden Sieg vor den bisher überlegenen BMW M3-Piloten Thomas Graf und Thomas Kienast. Immerhin konnte sich Kienast mit der Zwischenführung in der Meisterschaft der Serienfahrzeuge trösten.
Der dritte Wertungslauf brachte auch Brigitte Schmalzl Glück. Die Niederösterreicherin, die regelmäßig das halbe männliche Starterfeld hinter sich lässt, holte aus ihrem Mercedes 190 AMG Evo II das Maximum heraus und erreichte den siebenten Gesamtrang in der Tageswertung. Sie kam damit als erste Frau in der Geschichte des österreichischen Drift-Sports unter die Top 10. Ihr Mann Christoph konnte sich mit geringem Vorsprung einen Platz vor ihr klassieren.
Auch die Leistungen der restlichen Drift Ladies konnten sich sehen lassen: Martina Patka aus Wien wurde mit ihrem kleinen, schwach motorisierten Mazda MX-5 starke Vierte in ihrer Klasse, Yvonne Leichtfried (Niederösterreich) bändigte ihren bärenstarken BMW M3 bei ihrem ersten Antreten bravourös und erreichte Gesamtrang 55. Die Wienerin Gabriele Gluschitsch ließ mit ihrem BMW 325i immerhin noch zwei Männer im Gesamtklassement hinter sich.
Heiße Drift Action in allen Klassen
Auch bei den "Eni I-Sint Trophys" – den Meisterschaften für jene Klassen, die nicht unmittelbar um die Staatsmeistertitel kämpfen können – ging es heiß her. Bei den Serienfahrzeugen bis 2.500 ccm gewann Wolfgang Schmid, der nach Saalfelden diese Klasse nun schon zum zweiten Mal für sich entscheiden konnte. Mario Kranabetter und Marco Hasenhüttl komplettierten das Podest.
Die Klasse der Rennfahrzeuge bis 2.500 ccm gewann erstmals der Steirer Robert Temmel mit einem BMW M3 Touring vor Michael Blümel und Andreas Hipfl. In der Zwischenwertung führt Blümel einen Punkt vor Temmel, ein harter Schlagabtausch zwischen den beiden ist für den weiteren Saisonverlauf zu erwarten.
Bei den Allrad-Fahrzeugen holte sich Markus Felbauer auf Mitsubishi Lancer Evo VIII nach seinem Erfolg beim Saison-Opening in Saalfelden bereits den zweiten Sieg. Neben ihm standen der amtierende Champion Yavuz Baykara aus Deutschland als Zweiter und Christian Kornherr als Dritter auf dem Podest. Felbauer führt mit den beiden Siegen die Zwischenwertung der "Eni I-Sint Tophy" für Allrad-Fahrzeuge deutlich an.
Den Kärntner Driftern, die nur einmal pro Jahr bei ihrem Heimrennen antreten, fehlte es etwas an Fahrpraxis. Nino Sonnleitner, David Drage und Markus Marcher erreichten den 56., 57. und 58. Platz.
Rallye-Legende Wolfgang Troicher belohnt die besten Querfahrer
Begeisterter Zuseher der Drift Action im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum St. Veit/Glan war auch heuer wieder Motorsport-Legende Wolfgang Troicher, der Organisator der Mitte Juni stattfindenden Rallye St. Veit. Um die Quertreiber für ihre tolle Show zu belohnen, stiftete er sowohl für den Gesamtsieger Alexander Jirsa, als auch für Drift-Lady Brigitte Schmalzl jeweils eine Jacques Lemans Uhr.
Nach diesen überraschenden Ereignissen freuen sich alle Beteiligten auf den nächsten Lauf zur österreichischen Drift Staatsmeisterschaft am 15. und 16. Juni im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Lang-Lebring/Steiermark. Alle Ergebnisse und weitere Infos sind auf www.driftchallenge.at zu finden. Weiteres Bildmaterial steht unter www.oeamtc.at/presse zum Download zur Verfügung.