Als "vermeintliche Zuckerl" bezeichnet ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer die Überlegungen der Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, auch in den inneren Bezirken die Parkdauer von zwei auf drei Stunden auszuweiten. "Die Ausweitung der Kurzparkdauer ist nur ein weiterer Versuch, Kritiker der Parkraumbewirtschaftung ins Boot zu holen", konstatiert der Clubexperte. "Auch eine längere Parkdauer macht das Gesamtkonzept nicht besser." Was nämlich für die einen - z. B. Lokalbesucher - Vorteile bringt, ist für die anderen - z. B. Anrainer - kontraproduktiv, weil Parkplätze länger verstellt sind.
ÖAMTC: Vermeintliche "Zuckerl" machen die Parkraumbewirtschaftung nicht besser
Reine Ausweitung von Kurzparkzonen ist grundsätzlich der falsche Ansatz
Der ÖAMTC-Jurist hinterfragt auch den Zeitpunkt dieser Ankündigung: "Kaum sind die Grundsatzbeschlüsse gefasst, werden sie gleich wieder in Frage gestellt und verändert". Hoffer fordert ein grundsätzliches Umdenken in der Verkehrsplanung. "Die reine Ausweitung von Kurzparkzonen ist grundsätzlich der falsche Ansatz. Zuerst muss man Alternativen wie Garagen schaffen und den öffentlichen Verkehr ausbauen. Dann muss man durchdachtere Formen der Parkraumbewirtschaftung prüfen. Derzeit werden lediglich Pendler aus der Stadt gedrängt und Anrainer mit Mehrkosten belastet."