Die Spritpreise klettern in nie dagewesene Höhen. Aktuell liegen die höchsten Preise für Superbenzin bei 1,649 Euro pro Liter und für Diesel bei 1,599 Euro pro Liter. Die günstigsten Anbieter sind hingegen bis zu 23 Cent pro Liter billiger. "Erkennt man auf der Fahrt ins Osterwochenende bei einer Tankstelle Super unter 1,5 oder Diesel unter 1,4 Euro, lohnt es sich nachzutanken. Man kann aber auch durch Änderung des eigenen Fahrverhaltens 15 Prozent Sprit einsparen. Weitere zehn Prozent Kraftstoff können durch Maßnahmen beim Auto eingespart werden", weiß Hermann Wirrer, zertifizierter Eco Trainer der ÖAMTC Fahrtechnik. Der Fahrtechnik Profi räumt mit ein paar Mythen rund ums Spritsparen auf und gibt Tipps, wie man den Kraftstoffverbrauch tatsächlich senken kann.
ÖAMTC Fahrtechnik räumt mit Spritspar-Mythen auf
Günstiger fahren durch Nachtanken bei Billig-Tankstellen und richtige Fahrweise
Mythos 1: Spritsparend fahren ist Zeitverlust. "Ökonomisches Fahren bedeutet nicht langsames Fahren. Im Gegenteil: Wer vorausschauend und möglichst konstant fährt, Rollphasen nützt und weiß, wie er sein Fahrzeug durch entsprechende Fahrweise im Bewegungsfluss halten kann, ist auf jeden Fall gleich schnell, oft sogar schneller am Ziel", weiß der Eco Trainer der ÖAMTC Fahrtechnik.
Mythos 2: Fahrzeug im Leerlauf rollen lassen. "Ein Fahrzeug im Leerlauf braucht Kraftstoff, damit der Motor nicht abstirbt. Ist ein Gang eingelegt und das Auto rollt, verbraucht man keinen Kraftstoff. Rollen bedeutet daher einfach Fuß weg vom Gas", erklärt der Eco Trainer der ÖAMTC Fahrtechnik. Leerlauf-Rollphasen sind nur dann sinnvoll, wenn die Rollphase mindestens doppelt so lange ist und das Fahrzeug dabei nicht schneller wird.
Mythos 3: Ab 20 Sekunden Standzeit Motor abstellen. "Bei kurzen Wartezeiten ist zu bedenken, dass jeder Startvorgang Verschleiß an Motor, Starter und Batterie hervorruft. Wenn man nach vielen Startvorgängen eine neue Batterie kaufen muss, wird der Kauf mehr Kosten verursachen, als man sich möglicherweise erspart hat", stellt der Experte der ÖAMTC Fahrtechnik klar. Ausnahme sind Fahrzeuge mit Start/Stopp-Funktion. "Wenn man aber - z. B. am Bahnübergang - länger im Auto warten muss, sollte man den Motor abstellen", so Wirrer.
ÖAMTC-Tipps für wirtschaftliches Fahren
Zusammenfassend, so der Eco Trainer der ÖAMTC Fahrtechnik, kann man alle Tipps auf drei Punkte reduzieren:
* Fahrzeug, wenn möglich, in Bewegung halten.
* So gleichmäßig und konstant wie möglich fahren.
* Rollphasen, wie beschrieben, so oft wie möglich nutzen.
* Fahrzeug, wenn möglich, in Bewegung halten.
* So gleichmäßig und konstant wie möglich fahren.
* Rollphasen, wie beschrieben, so oft wie möglich nutzen.
Darüber hinaus empfiehlt der Eco Trainer der ÖAMTC Fahrtechnik, Geräte wie Klimaanlagen, Sitz- oder Standheizungen unbedingt auszuschalten, wenn man sie nicht benötigt. Der Tempomat sollte hauptsächlich auf Autobahnen eingesetzt werden. Hilfe bietet der Bordcomputer. "Bordcomputer geben Auskunft über den Momentan- oder Durchschnittsverbrauch. Dadurch erhält man ein Feedback über den eigenen Fahrstil", erklärt Wirrer. Wichtig ist auch, dass das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand ist: Zu geringer Reifendruck treibt den Kraftstoffverbrauch, ein verschmutzter Luftfilter, alte Zündkerzen oder eine fehlerhafte Elektrik reduzieren die Motorleistung und treiben den Verbrauch ebenfalls gewaltig in die Höhe. Außerdem sollte man Dachträger nach Gebrauch demontieren und keine unnötigen Lasten mitführen", sagt der Eco Trainer der ÖAMTC Fahrtechnik abschließend.
Ausführliche Spritspar-Tipps findet man online unter www.oeamtc.at.