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ÖAMTC-Flugrettung: Nur abgekühlt ins Wasser springen

Trotz großer Hitze sollte man lebenswichtige Regeln beachten

Auch wenn das kühle Nass bei sommerlicher Hitze rasche Abkühlung verspricht, sollte man einfache Regeln zur Vermeidung von Badeunfällen beachten. Viele Schwimmer, vor allem Jugendliche, unterschätzen die im Wasser lauernden Gefahren.

Leichtsinn, Alkohol, Überschätzung

"Leider viel zu oft kommt es zu schweren Badeunfällen, die durchaus zu verhindern gewesen wären", berichtet Thomas Raber, der leitende Notarzt des Grazer Notarzthubschraubers Christophorus 12. "Oft sind Leichtsinn, Alkohol, die Überschätzung der eigenen Kräfte oder eine verhängnisvolle Kombination daraus Ursache für schwere Unfälle." Das Beachten einfacher Regeln trägt dazu bei, Badeunfälle zu vermeiden.

Vor Schwimmen abkühlen

"Einfachste und wichtigste Regel ist, dass man sich vor dem Schwimmen abkühlt", rät der ÖAMTC-Notarzt, "denn, selbst ein junger, kräftiger Kreislauf kann durch raschen Temperaturwechsel überfordert werden". Besonders nach einem langen Sonnenbad sollte man vorsichtig sein.

Nie mit vollem oder ganz leeren Magen

Außerdem sollte man weder mit einem vollen, noch mit einem ganz leeren Magen schwimmen gehen. "Wenn man den ganzen Tag im Bad oder am Strand verbringt, ist es am besten, wenn man nur kleine und fettarme Mahlzeiten zu sich nimmt und Alkohol nach Möglichkeit vermeidet", sagt Raber.

Wasser verlassen, wenn's kalt wird

Beim Schwimmen sollte man sich niemals überfordern, denn auch guten Schwimmern kann Kraft und Ausdauer verloren gehen und mitten in einem See gibt es dann keine Chance sich auszuruhen. Unterkühlung und Krämpfe können ebenfalls zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Daher empfiehlt der ÖAMTC-Notarzt, das Wasser zu verlassen, sobald einem kalt wird.

Vorsicht bei unbekannten Gewässern

Weitere Grundsatzregeln sind: Nie kopfüber in unbekanntes Gewässer springen und bei Anzeichen von Gewittern das Wasser verlassen.

Für Nichtschwimmer

Für Nichtschwimmer gilt, auch mit Luftmatratzen oder Gummitieren nur in brusttiefes Wasser gehen, da diese Badeutensilien keinen Schutz mehr bieten, wenn ihnen plötzlich die Luft ausgeht.

Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen

Übrigens: Auch bei harmlos scheinenden, seichten Gewässern rät der ÖAMTC-Notarzt zur Vorsicht, denn schon eine Tiefe von wenigen Zentimetern kann im Einzelfall, z. B. für Kleinkinder, lebensbedrohlich sein.