Nothilfe aktuell
30.04.2013

Schwerverletzter Steirer aus Sizilien zurückgeholt

Komplizierte Fußverletzung macht rasche Rückholung notwendig

Ein Landgang auf Vulcano im Zuge eines Segeltörns hatte für einen 75-jährigen Grazer dramatische Folgen. Als Walter P. im Hafen das Segelboot über die Gangway verlassen wollte, geriet das Boot, vermutlich aufgrund einer einfahrenden Fähre, heftig ins Schwanken. Das scharfkantige Brett verursachte durch die starke Bewegung schwere Schnittverletzungen an der Fußsohle des Mannes. Da es auf der Insel keine Sanitätsversorgung gibt, brachte die Crew den Schwerverletzten auf die Krankenstation der Nachbarinsel Lipari, wo er professionell erstversorgt wurde. Zeitgleich verständigten sie auch die Schutzbrief-Nothilfe des ÖAMTC in Wien.

Schwere Verletzung am Fuß

Da die Verletzungen eine komplizierte gefäßchirurgische Operation notwendig machten, beschloss der italienische Vertrauensarzt des Clubs gemeinsam mit dem Team der Krankenstation, den Steirer per Helikopter ins Schwerpunktkrankenhaus Messina auf Sizilien zu verlegen. Dort nahmen die Ärzte dann auch einen ersten operativen Eingriff vor. Zur weiteren Behandlung wurde Walter P. mit einem Ambulanzflugzeug nach Graz überstellt.

11.000 Euro übernimmt der ÖAMTC

Da der Steirer einen Schutzbrief hat, übernimmt der ÖAMTC die Kosten für den Ambulanzflug zurück nach Österreich in der Höhe von 11.000 Euro. Der ÖAMTC-Schutzbrief bedeutet Soforthilfe in Österreich und in allen Reiseländern Europas, auf allen Mittelmeerinseln und in allen Mittelmeerländern, auf den Kanaren, den Azoren und auf Madeira. Weltweit sind durch die internationale Vernetzung des ÖAMTC 200 Schwesterclubs auch für österreichische Urlauber im Einsatz. In den 16 europäischen Notrufstationen sind über 250 deutschsprachige Mitarbeiter mit Erfahrung im Umgang mit den Behörden des Landes rund um die Uhr erreichbar.