Anschaffungskosten: Die Mehrkosten für ein E-Fahrzeug liegen derzeit über einem vom Verbraucher tolerierten Maß. "Wer ein E-Auto kaufen will, muss zumindest mit dem doppelten Preis im Vergleich zu einem konventionellen Pkw rechnen", erklärt ÖAMTC-Cheftechniker Lang.
Energiekosten: Im Schnitt ist der Betrieb eines Elektroautos bei aktuellen Steuern und Abgaben auf Elektrizität bzw. Dieselkraftstoff günstiger als bei einem Diesel-Pkw.
Reichweite: "Auch die aktuellsten E-Fahrzeuge im Handel haben gegenüber einem Dieselfahrzeug eine stark eingeschränkte Reichweite. Noch dazu ist diese auch von der Umgebungstemperatur abhängig", hält Professor Lenz fest. So kommt man mit dem reichweitenstärksten E-Fahrzeug im Test (Mercedes Benz A-Klasse E-Cell) bei einer Umgebungstemperatur von 20 Grad rund 150 km, bei -10 Grad nur 85 km weit. Mit dem VW Polo BueMotion sind es jedoch etwa 1.090 km.
Klimawirksamkeit: Ein im österreichischen Stadtverkehr genutztes E-Fahrzeug erzeugt durch Fahrbetrieb und Energiebereitstellung rund 38 Prozent der Treibhausgas-Emissionen eines Diesel-Autos. "Grund dafür ist der hohe regenerative Energieanteil in der österreichischen Stromerzeugung", erklärt der ÖAMTC-Cheftechniker. "Betrachtet man die ganze EU, produziert ein E-Auto 83 Prozent der Treibhausgas-Emissionen eines Diesel-Pkw." Bei dieser Berechnung wurden Fahrzeug- und insbesondere Batterieproduktion jedoch nicht berücksichtigt.
Energiebedarf: "Ein E-Fahrzeug benötigt im europäischen Stadtverkehr 53 Prozent der Energie eines Diesel-Pkw. Dieser Wert gibt allerdings nur die für den Fahrbetrieb benötigte Energie wieder", berichtet der ÖVK-Vorsitzende. Wird der Energiebedarf für die Strom- bzw. Dieselherstellung mit berücksichtigt, benötigt ein Elektroauto 95 Prozent der Energie eines Diesel-Fahrzeuges. Bei Überlandfahrten dreht sich der Vorteil allerdings in einen Nachteil und das Elektroauto benötigt um drei Prozent mehr Energie als der Diesel-Pkw.