Fahrbericht: Toyota GT86
Der Nachfolger der legendären Celica im ersten Rennstrecken-Check.
Wenn ein Auto-Hersteller bei der Präsentation eines neuen Modells die legendär bitterbösen Kollegen des britischen Kult-Motormagazins „Top Gear“ zitiert, dann ist er wirklich stolz. „Der beste Toyota seit vielen, vielen Jahren“ meinten die Engländer nämlich nach einer ersten Ausfahrt mit dem GT86 – so unkritisch sind die zynischen Herren selten.
Tatsächlich könnte das neue Sportcoupé zum Klassiker mutieren wie dereinst die 2005 eingestellte Celica. Deren berühmten Namen darf der jüngste Spross aber nicht tragen: Zu unterschiedlich sei das Konzept, meint Toyota. Im Gegensatz zu den letzten Celicas werden im GT86 nämlich die Hinterräder angetrieben, während vorne ein 200 PS starker Zweiliter-Boxermotor aus dem Schwestermodell Subaru BRZ werkelt.
Ein ausgesprochen fahraktives Auto habe man bauen wollen, so die Japaner. Monatelang wurde an der Gewichtsverteilung gefeilt, dann kam der Wert 53:47 (vorne/hinten) heraus. Der Schwerpunkt des kompakten, nur 1.239 Kilo leichten GT86 liegt mit 46 Zentimetern über dem Boden erstaunlich niedrig, das Lenkrad ist das kleinste, das je in einem Toyota verbaut wurde, und die Schalensitze passen wie angegossen: Die Zutaten sollten stimmen.
Also ab auf die Rennstrecke. Mit 200 PS ist der GT86 nicht übermotorisiert, die lineare Leistungsentfaltung des Boxers bis weit über 7.000 Touren passt perfekt zum Auto, eine Zwangsbeatmung via Turbo oder Kompressor braucht es gar nicht (obwohl es natürlich bereits Tuner gibt, die daran arbeiten). Dank Torsen-Differenzial zwischen den Hinterrädern zieht der GT86 auch aus engen Kehren vehement hinaus, die ultradirekte Lenkung tut das Ihre dazu. Das ESP lässt sich – bitte nur auf abgesperrter Strecke – übrigens komplett deaktivieren und erlaubt dann lustige Driftwinkel.
Kraftübertragung unserer Wahl ist die manuelle Sechsgang-Schaltung, eine ebenfalls erhältliche Automatik zähmt den GT86 unnötig. Das Getriebe ist übrigens sehr kurz übersetzt, mit 226 km/h Höchstgeschwindigkeit sollte man beim Auto-Quartett demnach eher nicht auf die GT86-Karte setzen. Interessant zu beobachten: Trotz zweier dicker Auspuff-Endrohre klingt der Japaner von außen recht brav, während man innen von Gänsehaut-erzeugendem Röhren umströmt wird – ein toller Kniff der Sound-Ingenieure.
Und im Alltag? Der GT86 nennt sich zwar 2+2-Sitzer, die hinteren Plätze sind wie bei den meisten anderen Sportcoupé-Kollegen aber nur als Kofferraum-Erweiterung zu verstehen. Stichwort Kofferraum: Bleibt die Rückbank stehen, ist Platz für Wochenend-Gepäck, legt man sie um, kann man zu zweit ein paar Tage länger auf Reisen gehen. Den Normverbrauch gibt Toyota mit 7,1 (Automatik) bzw. 7,8 Liter (Handschalter) an, bei artgerechter Bewegung wird dieser Wert aber recht schnell zweistellig. Die Ausstattung ist lückenlos, wer den serienmäßig feschen GT86 mutwillig verschandeln will, kann um 1.200 Euro aber das optionale Aerodynamik-Paket ordern, das einen überdimensionalen Bügelbrett-Heckflügel á la „Fast And The Furious“ beinhaltet.
Marktstart ist im September, die Preispalette ist übersichtlich und angesichts des Gebotenen auch recht wohlfeil: 33.684 Euro kostet der GT86 mit manuellem Getriebe, die Automatik-Version ist dank niedrigerer NoVa-Einstufung nur 540 Euro teurer (34.224 Euro).
Tatsächlich könnte das neue Sportcoupé zum Klassiker mutieren wie dereinst die 2005 eingestellte Celica. Deren berühmten Namen darf der jüngste Spross aber nicht tragen: Zu unterschiedlich sei das Konzept, meint Toyota. Im Gegensatz zu den letzten Celicas werden im GT86 nämlich die Hinterräder angetrieben, während vorne ein 200 PS starker Zweiliter-Boxermotor aus dem Schwestermodell Subaru BRZ werkelt.
Ein ausgesprochen fahraktives Auto habe man bauen wollen, so die Japaner. Monatelang wurde an der Gewichtsverteilung gefeilt, dann kam der Wert 53:47 (vorne/hinten) heraus. Der Schwerpunkt des kompakten, nur 1.239 Kilo leichten GT86 liegt mit 46 Zentimetern über dem Boden erstaunlich niedrig, das Lenkrad ist das kleinste, das je in einem Toyota verbaut wurde, und die Schalensitze passen wie angegossen: Die Zutaten sollten stimmen.
Also ab auf die Rennstrecke. Mit 200 PS ist der GT86 nicht übermotorisiert, die lineare Leistungsentfaltung des Boxers bis weit über 7.000 Touren passt perfekt zum Auto, eine Zwangsbeatmung via Turbo oder Kompressor braucht es gar nicht (obwohl es natürlich bereits Tuner gibt, die daran arbeiten). Dank Torsen-Differenzial zwischen den Hinterrädern zieht der GT86 auch aus engen Kehren vehement hinaus, die ultradirekte Lenkung tut das Ihre dazu. Das ESP lässt sich – bitte nur auf abgesperrter Strecke – übrigens komplett deaktivieren und erlaubt dann lustige Driftwinkel.
Kraftübertragung unserer Wahl ist die manuelle Sechsgang-Schaltung, eine ebenfalls erhältliche Automatik zähmt den GT86 unnötig. Das Getriebe ist übrigens sehr kurz übersetzt, mit 226 km/h Höchstgeschwindigkeit sollte man beim Auto-Quartett demnach eher nicht auf die GT86-Karte setzen. Interessant zu beobachten: Trotz zweier dicker Auspuff-Endrohre klingt der Japaner von außen recht brav, während man innen von Gänsehaut-erzeugendem Röhren umströmt wird – ein toller Kniff der Sound-Ingenieure.
Und im Alltag? Der GT86 nennt sich zwar 2+2-Sitzer, die hinteren Plätze sind wie bei den meisten anderen Sportcoupé-Kollegen aber nur als Kofferraum-Erweiterung zu verstehen. Stichwort Kofferraum: Bleibt die Rückbank stehen, ist Platz für Wochenend-Gepäck, legt man sie um, kann man zu zweit ein paar Tage länger auf Reisen gehen. Den Normverbrauch gibt Toyota mit 7,1 (Automatik) bzw. 7,8 Liter (Handschalter) an, bei artgerechter Bewegung wird dieser Wert aber recht schnell zweistellig. Die Ausstattung ist lückenlos, wer den serienmäßig feschen GT86 mutwillig verschandeln will, kann um 1.200 Euro aber das optionale Aerodynamik-Paket ordern, das einen überdimensionalen Bügelbrett-Heckflügel á la „Fast And The Furious“ beinhaltet.
Marktstart ist im September, die Preispalette ist übersichtlich und angesichts des Gebotenen auch recht wohlfeil: 33.684 Euro kostet der GT86 mit manuellem Getriebe, die Automatik-Version ist dank niedrigerer NoVa-Einstufung nur 540 Euro teurer (34.224 Euro).