Fahrbericht: BMW 6er Gran Coupé
Stark, schön und sparsam: die ersten Kilometer im großen Bayern-Beau.
Keine Frage: Mercedes CLS und Porsche Panamera sollten sich ab Juni warm anziehen. Auch diese beiden erzählen den Schmäh vom „Viertürer-Coupé“ (eigentlich ein Widerspruch in sich) und erfreuen sich – da braucht man nur das Straßenbild beobachten – steigender Beliebtheit. Und nun, ganze acht Jahre nach dem ersten CLS, drängt auch die Konkurrenz aus Bayern in die Nische – mit dem BMW 6er Gran Coupé.
Auch wenn Schönheit natürlich immer im Auge des Betrachters liegt, müssen wohl auch Nicht-Fans der Marke zugeben, wer aus dem Trio als klarer Sieger aussteigt: Mit dem 6er Gran Coupé und seiner nur 1,4 Meter niedrigen, lang gestreckten Karosserie ist den Münchenern nämlich ein selten schöner Designwurf gelungen. Die zwölf Zentimeter Längenzuwachs gegenüber dem echten 6er Coupé mit zwei Türen kommen den Fond-Passagieren zugute, die auf den beiden hinteren Sitzen (die Mittelposition geht nur als Notsitz durch) ausgesprochen bequem reisen und sich trotz abfallender Dachlinie nie beengt fühlen. Kleine Schrulle aus der Sonderausstattungs-Liste: Trotz allem sonstigen Serien-Luxus kosten simple (und im Alltag wirklich praktische) Sonnenschutz-Rollos für die hinteren Scheiben extra – und zwar gleich satte 1.130 Euro.
Der interessanteste Platz ist BMW-typisch aber ohnehin links vorn: Von den knapp zwei Tonnen Leergewicht haben wir auf den ersten Test-Kilometern nichts bemerkt, das Gran Coupé fährt sich so, wie man es von einem BMW erwartet: unglaublich dynamisch. Kein Wunder bei den technischen Zutaten: Achtgang-Sport-Automatik, elektromechanische Lenkung, ein Fahrwerk vom Feinsten, dazu gibt es einen sogenannten Fahrerlebnis-Schalter im Cockpit, mit dem man zwischen vier Modi (komfortabel bis sportlich) wählen kann. Außerdem: ein endloser Rattenschwanz an Fahrassistenz-Systemen. Vom vollfärbigen Head-Up-Display über Nachtsicht mit Personenerkennung bis hin zu Internet ist alles an Bord, was das Konto verträgt.
Eine Klasse für sich ist der „Einstiegs“-Dieselmotor im 640d: Das 313 PS starke Sechszylinder-Triebwerk ist ein höchst souveräner Zeitgenosse und akustisch kaum mehr als Selbstzünder zu erkennen. Gratulation an die Sound-Designer. Noch spannender: der Verbrauch. Dass die vom Hersteller angegebenen Normverbräuche (in diesem Fall 5,6 Liter) Laborwerte sind, die im Alltag praktisch nicht zu erreichen sind, ist hinlänglich bekannt. Bei der ersten Ausfahrt erzielten wir allerdings einen (realistischeren) Bordcomputer-Wert von 7,1 Litern. Das ist angesichts der enormen Leistung recht brav. Es gibt moderne Kompaktwagen, die mit weniger als einem Drittel der Leistung in der Praxis mehr Durst haben.
Zum Gran-Coupé-Marktstart Anfang Juni gibt es neben dem 640d (ab 89.450 Euro) auch einen 320 PS starken Sechszylinder-Benziner (640i, ab 87.950 Euro). Im Herbst folgt noch ein Achtzylinder mit 450 PS (650i, ab 103.950 Euro), der auch mit Allrad kombinierbar ist (650i xDrive, ab 109.950 Euro).
Auch wenn Schönheit natürlich immer im Auge des Betrachters liegt, müssen wohl auch Nicht-Fans der Marke zugeben, wer aus dem Trio als klarer Sieger aussteigt: Mit dem 6er Gran Coupé und seiner nur 1,4 Meter niedrigen, lang gestreckten Karosserie ist den Münchenern nämlich ein selten schöner Designwurf gelungen. Die zwölf Zentimeter Längenzuwachs gegenüber dem echten 6er Coupé mit zwei Türen kommen den Fond-Passagieren zugute, die auf den beiden hinteren Sitzen (die Mittelposition geht nur als Notsitz durch) ausgesprochen bequem reisen und sich trotz abfallender Dachlinie nie beengt fühlen. Kleine Schrulle aus der Sonderausstattungs-Liste: Trotz allem sonstigen Serien-Luxus kosten simple (und im Alltag wirklich praktische) Sonnenschutz-Rollos für die hinteren Scheiben extra – und zwar gleich satte 1.130 Euro.
Der interessanteste Platz ist BMW-typisch aber ohnehin links vorn: Von den knapp zwei Tonnen Leergewicht haben wir auf den ersten Test-Kilometern nichts bemerkt, das Gran Coupé fährt sich so, wie man es von einem BMW erwartet: unglaublich dynamisch. Kein Wunder bei den technischen Zutaten: Achtgang-Sport-Automatik, elektromechanische Lenkung, ein Fahrwerk vom Feinsten, dazu gibt es einen sogenannten Fahrerlebnis-Schalter im Cockpit, mit dem man zwischen vier Modi (komfortabel bis sportlich) wählen kann. Außerdem: ein endloser Rattenschwanz an Fahrassistenz-Systemen. Vom vollfärbigen Head-Up-Display über Nachtsicht mit Personenerkennung bis hin zu Internet ist alles an Bord, was das Konto verträgt.
Eine Klasse für sich ist der „Einstiegs“-Dieselmotor im 640d: Das 313 PS starke Sechszylinder-Triebwerk ist ein höchst souveräner Zeitgenosse und akustisch kaum mehr als Selbstzünder zu erkennen. Gratulation an die Sound-Designer. Noch spannender: der Verbrauch. Dass die vom Hersteller angegebenen Normverbräuche (in diesem Fall 5,6 Liter) Laborwerte sind, die im Alltag praktisch nicht zu erreichen sind, ist hinlänglich bekannt. Bei der ersten Ausfahrt erzielten wir allerdings einen (realistischeren) Bordcomputer-Wert von 7,1 Litern. Das ist angesichts der enormen Leistung recht brav. Es gibt moderne Kompaktwagen, die mit weniger als einem Drittel der Leistung in der Praxis mehr Durst haben.
Zum Gran-Coupé-Marktstart Anfang Juni gibt es neben dem 640d (ab 89.450 Euro) auch einen 320 PS starken Sechszylinder-Benziner (640i, ab 87.950 Euro). Im Herbst folgt noch ein Achtzylinder mit 450 PS (650i, ab 103.950 Euro), der auch mit Allrad kombinierbar ist (650i xDrive, ab 109.950 Euro).