Zwei Prozent der Kinder in OÖ völlig ungesichert unterwegs
Auch bei kurzen Strecken immer anschnallen!
"Wenn es hektisch wird, vergessen manche Erwachsene auf die richtige Sicherung ihrer Kinder im Auto", fasst Harald Köpplmayr, ÖAMTC Oberösterreich Verkehrssicherheitsexperte, eine aktuelle Erhebung des Clubs zusammen. Diese ergab mit insgesamt 105 Beobachtungen im Land ob der Enns: Zwei Prozent der Kinder sitzen völlig ungesichert im Auto, weitere 13 Prozent sind ungenügend, d.h. nur mit einem Fahrzeuggurt gesichert. Erhoben wurde vor Volksschulen, Kindergärten und Einkaufszentren.
Schultasche als lebensgefährliches Geschoß
Typische Szenarien während der Erhebung: "Beim Aussteigen muss es schnell gehen, die Schultaschen bleiben auch im Auto gleich am Rücken oder kugeln ungesichert auf der Rückbank herum und die Kinder sitzen neben dem Kindersitz", so Köpplmayr. Doch dies kann fatale Folgen haben: „Eine drei Kilo schwere Schultasche kann bei einer Notbremsung mit 50 km/h zu einem 90 Kilogramm-Geschoß werden. Erhebliche Verletzungen wären die Folge“, betont Köpplmayr. Aber auch der Kindersitz kann oft keinen ausreichenden Schutz bieten, weil viele darin nicht angeschnallt sind. Deshalb appelliert der ÖAMTC-Experte: "Hektik und Zeitdruck sollten auch auf kurzen Fahrten keinesfalls zu Nachlässigkeit bei der Kindersicherung führen."
Oberösterreich übernimmt in der Kindersicherung Vorreiterrolle
Im Bundesländervergleich übernimmt Oberösterreich mit 85 Prozent an richtig gesicherten Kindern die Vorreiterrolle, gefolgt von der Steiermark (84 Prozent), Kärnten (80 Prozent), Tirol (69 Prozent), Salzburg und Wien (jeweils 58 Prozent), dem Burgenland (55 Prozent) sowie Niederösterreich (49 Prozent). Die schlechteste Kindersicherung während der Erhebung zeigte sich in Vorarlberg – nur 43 Prozent der Kinder waren richtig gesichert. Besonders auffällig dabei: War der Lenker nicht angeschnallt, war meistens auch das Kind ungesichert. Köpplmayr: „Das tolle Ergebnis in OÖ zeigt, dass die Kindersicherung den Landsleuten besonders am Herzen liegt und bestätigt den Stellenwert der Verkehrssicherheitsprogramme des ÖAMTC. Aber jedes noch ungesichert beförderte Kind ist eines zu viel und da müssen sich Erwachsene ihrer Verantwortung bewusst werden.“
Am Vordersitz am schlechtesten gesichert
Betrachtet man die Sicherungsart ("gesichert"/"nur Fahrzeuggurt"/"ungesichert") je nach verwendetem Sitzplatz, wird offensichtlich: Kinder, die vorne sitzen, sind am schlechtesten gesichert. Auf dem Vordersitz waren 13 Prozent nur mit dem Fahrzeuggurt gesichert, "obwohl für diese Altersgruppe ein passender Kindersitz die sicherste Variante ist", erklärt der ÖAMTC Oberösterreich Verkehrssicherheitsexperte.
Die Werte für Oberösterreich im Detail
(von insgesamt 105 Beobachtungen):
Art Kindersicherung im Fahrzeug allgemein.
- Kindersitz 85 Prozent (89)
- Gurt 13 Prozent (14)
- ungesichert 2 Prozent (2)
Vorne saßen 24 Kinder, davon:
- im Kindersitz 79 Prozent (19)
- nur Fahrzeuggurt 13 Prozent (3)
- ungesichert 8 Prozent (2)
Hinten mittig saßen keine Kinder in OÖ.
Hinten links saßen 38 Kinder, davon:
- im Kindersitz 79 Prozent (30)
- nur Fahrzeuggurt 21 Prozent (8)
- ungesichert 0 Prozent (0)
Hinten rechts saßen insgesamt 43 Kinder, davon:
- im Kindersitz 93 Prozent (40)
- nur Fahrzeuggurt 7 Prozent (3)
- ungesichert 0 Prozent (0)
Details zur Erhebung
Zwischen 20. Februar und 8. März hat der ÖAMTC in allen österreichischen Bundesländern erhoben, wie es um die Sicherung der kleinsten Verkehrsteilnehmer in Autos steht. Insgesamt fanden 1.515 Beobachtungen statt. Augenmerk wurde auf drei Fragen gelegt: Wie sind die Kinder im Allgemeinen gesichert? Wo im Auto sitzen die Kinder? Auf welchem Sitzplatz sind die Kinder wie gesichert?
ÖAMTC-Tipps und Aktionen
Beim Kauf eines Kindersitzes an den ÖAMTC-Standorten spart man den ganzen März lang 20 Prozent. Mehr Informationen zu dieser Frühjahrsaktion gibt es auch online unter www.oeamtc.at/club. Ein abschließender Tipp des ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperten: "Beim Kauf eines Kindersitzes am besten gleich die richtige Handhabung und Befestigung im Auto erklären lassen."
Schultasche als lebensgefährliches Geschoß
Typische Szenarien während der Erhebung: "Beim Aussteigen muss es schnell gehen, die Schultaschen bleiben auch im Auto gleich am Rücken oder kugeln ungesichert auf der Rückbank herum und die Kinder sitzen neben dem Kindersitz", so Köpplmayr. Doch dies kann fatale Folgen haben: „Eine drei Kilo schwere Schultasche kann bei einer Notbremsung mit 50 km/h zu einem 90 Kilogramm-Geschoß werden. Erhebliche Verletzungen wären die Folge“, betont Köpplmayr. Aber auch der Kindersitz kann oft keinen ausreichenden Schutz bieten, weil viele darin nicht angeschnallt sind. Deshalb appelliert der ÖAMTC-Experte: "Hektik und Zeitdruck sollten auch auf kurzen Fahrten keinesfalls zu Nachlässigkeit bei der Kindersicherung führen."
Oberösterreich übernimmt in der Kindersicherung Vorreiterrolle
Im Bundesländervergleich übernimmt Oberösterreich mit 85 Prozent an richtig gesicherten Kindern die Vorreiterrolle, gefolgt von der Steiermark (84 Prozent), Kärnten (80 Prozent), Tirol (69 Prozent), Salzburg und Wien (jeweils 58 Prozent), dem Burgenland (55 Prozent) sowie Niederösterreich (49 Prozent). Die schlechteste Kindersicherung während der Erhebung zeigte sich in Vorarlberg – nur 43 Prozent der Kinder waren richtig gesichert. Besonders auffällig dabei: War der Lenker nicht angeschnallt, war meistens auch das Kind ungesichert. Köpplmayr: „Das tolle Ergebnis in OÖ zeigt, dass die Kindersicherung den Landsleuten besonders am Herzen liegt und bestätigt den Stellenwert der Verkehrssicherheitsprogramme des ÖAMTC. Aber jedes noch ungesichert beförderte Kind ist eines zu viel und da müssen sich Erwachsene ihrer Verantwortung bewusst werden.“
Am Vordersitz am schlechtesten gesichert
Betrachtet man die Sicherungsart ("gesichert"/"nur Fahrzeuggurt"/"ungesichert") je nach verwendetem Sitzplatz, wird offensichtlich: Kinder, die vorne sitzen, sind am schlechtesten gesichert. Auf dem Vordersitz waren 13 Prozent nur mit dem Fahrzeuggurt gesichert, "obwohl für diese Altersgruppe ein passender Kindersitz die sicherste Variante ist", erklärt der ÖAMTC Oberösterreich Verkehrssicherheitsexperte.
Die Werte für Oberösterreich im Detail
(von insgesamt 105 Beobachtungen):
Art Kindersicherung im Fahrzeug allgemein.
- Kindersitz 85 Prozent (89)
- Gurt 13 Prozent (14)
- ungesichert 2 Prozent (2)
Vorne saßen 24 Kinder, davon:
- im Kindersitz 79 Prozent (19)
- nur Fahrzeuggurt 13 Prozent (3)
- ungesichert 8 Prozent (2)
Hinten mittig saßen keine Kinder in OÖ.
Hinten links saßen 38 Kinder, davon:
- im Kindersitz 79 Prozent (30)
- nur Fahrzeuggurt 21 Prozent (8)
- ungesichert 0 Prozent (0)
Hinten rechts saßen insgesamt 43 Kinder, davon:
- im Kindersitz 93 Prozent (40)
- nur Fahrzeuggurt 7 Prozent (3)
- ungesichert 0 Prozent (0)
Details zur Erhebung
Zwischen 20. Februar und 8. März hat der ÖAMTC in allen österreichischen Bundesländern erhoben, wie es um die Sicherung der kleinsten Verkehrsteilnehmer in Autos steht. Insgesamt fanden 1.515 Beobachtungen statt. Augenmerk wurde auf drei Fragen gelegt: Wie sind die Kinder im Allgemeinen gesichert? Wo im Auto sitzen die Kinder? Auf welchem Sitzplatz sind die Kinder wie gesichert?
ÖAMTC-Tipps und Aktionen
Beim Kauf eines Kindersitzes an den ÖAMTC-Standorten spart man den ganzen März lang 20 Prozent. Mehr Informationen zu dieser Frühjahrsaktion gibt es auch online unter www.oeamtc.at/club. Ein abschließender Tipp des ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperten: "Beim Kauf eines Kindersitzes am besten gleich die richtige Handhabung und Befestigung im Auto erklären lassen."