08.11.2011

Motorschadengefahr bei Renault und Dacia

Einbau von fehlerhaften Ventilkomponenten

Aufgrund eines möglichen Motorschadens hat Renault vor kurzem weltweit eine baureihenübergreifende Rückrufaktion initiiert. Im Detail handelt es sich um die Modelle Clio, Modus, Twingo und Wind sowie Dacia Sandero. Österreichweit sind insgesamt 1.346 Fahrzeuge betroffen.

Drei Motorvarianten im Visier

Bei einigen eingebauten Antriebsaggregaten mit der internen Kennzeichnung D4F (1,2 16V), D4FT (TCe 100) und D4D (1,0 16V FlexiFuel) wurden während der Herstellung möglicherweise nicht konforme Ventilkeile eingesetzt. Diese können im ungünstigsten Fall einen kapitalen Motorschaden herbeiführen. Die in Frage kommenden Fahrzeuge wurden sowohl im französischen Werk Douvrin im Zeitraum von 17. September bis 30. November 2010 als auch zwischen 6. und 22. November 2010 im brasilianischen Werk Curitiba gefertigt, erklärt eine Sprecherin von Renault Österreich gegenüber dem ÖAMTC.

Unterschiedliche Reparaturzeiten

Im Zuge des unplanmäßigen Werkstattaufenthalts wird im ersten Schritt die Seriennummer des Zylinderkopfs kontrolliert, wofür ungefähr 20 Minuten anfallen. Sollten hierbei Motoren aus der fehlerhaften Charge identifiziert werden, erfolgt ein Austausch der Ventilkeile. Je nach Bauart – Sauger oder Turbo – variiert die Instandsetzung zwischen vier und neuneinhalb Stunden.

Importeur informiert

Die Aktion ist in Österreich bereits angelaufen. Alle involvierten Kunden wurden per eingeschriebenen Brief vom Importeur informiert und in die Vertragswerkstätten geladen. Unfälle habe es nach Angaben von Renault bis dato keine gegeben.