Eisenbahnkreuzungsverordnung 2011
Stellungnahme des ÖAMTC zum Entwurf einer neuen Eisenbahnkreuzungsverordnung
Hohe Zahl von Unfallopfern
Auch kostengünstigere Lösungen
ÖAMTC fordert, Signal für Betriebsbereitschaft wieder einzuführen
Einen hohen Stellenwert misst der ÖAMTC der Schaffung von Aufmerksamkeit für Eisenbahnkreuzungen bei: Das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für diese Gefahrenquelle muss geschärft werden. Aus diesem Grund fordert der ÖAMTC, das ehemals in Österreich bestehende Signal für die Betriebsbereitschaft der Kreuzung wieder einzuführen. Außerdem sollte bei Eisenbahnlinien, die über längere Zeit nicht in Betrieb sind, die Stopptafel entfernt oder zugedeckt werden. Gefahrenzeichen dürfen nur an echten Gefahrenstellen stehen, sonst werden sie mit der Zeit nicht mehr ernst genommen.
Zudem fehlt laut ÖAMTC bisher im Eisenbahngesetz eine Grundsatz-Erklärung, dass die Anzahl der Eisenbahnkreuzungen so gering wie möglich gehalten werden sollte. Jeder Bahnübergang steigert das Unfallrisiko. Anstatt neue Kreuzungen zu schaffen, sollten die bestehenden aufgewertet werden. Schließungen und Zusammenlegungen sollten ebenfalls kein Tabu sein, meint der Club.
Der ÖAMTC begrüßt, dass im Eisenbahngesetz bereits die Videoüberwachung an Eisenbahnkreuzungen gesetzlich verankert worden ist. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Sicherheitseinrichtungen wie Rotlicht, Stopptafel und Geschwindigkeitsbeschränkung. Die Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen muss gewährleistet werden - Kontrollen und Sanktionen gehen damit einher.