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    24.02.2011
    Autor:
    Alexander Fischer

    Fahrbericht: Toyota Verso S

    Erste Ausfahrt mit dem praktischen Japaner.

    toyota verso s a © Archiv
    Der Toyota Verso S ist der lang erwartete Nachfolger des Yaris Verso – knapp vier Meter lang, unkompliziert im Umgang, erfreulich praktisch und ab März zu haben.
    Mit dem Ende des Yaris Verso entstand eine Lücke in der Modellpalette von Toyota. Diese wird nun vom Verso S gefüllt. Mit dieser Klärung der Herkunfts- bzw. Verwandtschaftsverhältnisse dürfte auch klar sein, dass das "S" im Namen kein Indiz für eine besonders scharfe oder sportliche Version des (größeren) Toyota Verso ist. Das "S" steht laut Pressetext vielmehr für "small, spacious, smart" – demnach haben wir es also mit einem kleinen, vernünftigen und praktischen Auto zu tun. Und um die Familiengeschichte fertig zu erzählen: Den Verso S gibt es auch als Subaru Trezia, ein technischer Zwilling, optisch allerdings minimal verändert (Erste Impressionen einer auto touring-Erstausfahrt gibt es hier nachzulesen)
    Hier haben wir es also mit dem Original zu tun, das zwar wenig originell, dafür aber dafür sehr praktisch und vor allem zweckmäßig zu sein scheint. Der Erst-Eindruck erfüllt die dahingehenden Erwartungen jedenfalls. So warten 19 Ablagen im Innenraum darauf, mit kleineren und größeren Dingen gefüllt zu werden. Auch die robusten, aber keineswegs billig wirkenden Oberflächen im Inneren sollten Schmutz- und Alltags-Einflüsse relativ unbeschadet überstehen. Die 3,99 Meter Außenlänge sind ein passabler Wert (die sprichwörtlich goldene Mitte), wenn es um die ideale Mischung aus Parkplatz-freundlichen Abmessungen und Platzangebot (vor allem für die hinten Mitreisenden) geht. Wirklich gut gefällt die simple Umklapp-Mechanik der hinteren Rücksitze – ein Zug am Hebel im Kofferraum oder seitlich der Lehne, und schon verschwinden die Sitze im Fahrzeugboden. Übrig bleibt eine beinahe ebene Ladefläche. Sehr praktisch.
    Um es auf den Punkt zu bringen: Der Verso S ist kein Lifestyle-Van, sondern eher Mittel zum Zweck, ein Auto für die Fahrt zum Supermarkt, zum Kindergarten und in den Baumarkt, aber auch für den Familien-Ausflug am Wochenende, die Fahrt in den Urlaub und den Transport von Umzugskartons. Der Verso S ist allerdings auch ein Auto, das Genügsamkeit lehrt. Beide Motorvarianten – es stehen ein 99 PS-Saug-Benziner und ein 90 PS-Turbo-Diesel zur Verfügung – verleiten zu ökonomischer Fahrweise: mitschwimmen und dahin gleiten statt vorne weg preschen und forciert vorankommen. Zudem kommt, dass es bei Autobahntempo im Innenraum eher laut wird.
    Preise und Ausstattungsvarianten. Der Verso S ist ab März ab 14.943 Euro (Benziner) bzw. 16.965 Euro (Diesel) erhältlich – jeweils in der Life-Basisausstattung, die zwar sieben Airbags, ESP, ABS, elektrische Fensterheber und CD-Radio inkludiert, nicht aber eine Klimaanlage. Diese gibt es erst ab der mittleren Young-Version. Die Top-Variante hört auf den Namen Active, die wiederum mit drei weiteren, individuellen Ausstattungspaketen (Lounge, Style VIP) kombinierbar ist. Das Thema Getriebe ist schnell abgehandelt: Beide Motoren werden mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe ausgeliefert, alternativ kann der Benziner auch mit einem CVT-Getriebe (einer Art Automatik mit sieben Schaltstufen) bestellt werden. Sehr gut: Auch für den Verso S bietet Toyota eine 5-Jahre-Garantie an.