Wenn es darauf ankommt, richtig Erste Hilfe zu leisten, sollte die Autoapotheke erstens griffbereit und zweitens voll gebrauchsfähig sein. "Leider schaut die Realität aber oft anders aus", berichtet Helmut Trimmel, leitender ÖAMTC-Notarzt von Christophorus 3. "Viele Lenker wissen nicht einmal, wo sich die Autoapotheke im Auto befindet und was eigentlich drinnen ist." Etliche Boxen stammen "sogar noch aus dem Jahre Schnee". Das Verbandsmaterial ist abgelaufen, die Schere mitunter verrostet und wesentliche Bestandteile sind aufgebraucht oder einfach nicht mehr vorhanden. "Gerade vor dem Antritt einer Urlaubsreise mit dem Auto ist der Zeitpunkt daher optimal, das Verbandspaket kritisch unter die Lupe zu nehmen", meint Trimmel. Da die meisten Autoapotheken auch mit einer kleinen "Erste Hilfe-Fibel" ausgestattet sind, ist der Check gleichzeitig eine gute Gelegenheit, Erste Hilfe Kenntnisse kurz zu rekapitulieren.
Grundsätzlich muss jeder Fahrzeuglenker in Österreich ein Verbandszeug mitführen, das staubdicht verpackt und zur Wundversorgung geeignet ist. "Die Meisten dürften aber ohnedies - über diese Mindestanforderungen hinaus - eine richtige Autoapotheke im Auto haben. Das allerdings seit Jahren, gut versteckt und nicht selten in erbärmlichem Zustand", sagt der ÖAMTC-Notarzt. "Daher ist es unerlässlich, die Autoapotheke einem regelmäßigen Check zu unterziehen und fehlende oder teilweise verbrauchte oder schadhafte Gegenstände zu ersetzen." Es schadet auch nicht, wenn man mit den Grundbegriffen der Erste Hilfe-Leistung vertraut ist. "Ein Auffrischungskurs von nur wenigen Stunden, zum Beispiel beim Roten Kreuz, hilft, die Autoapotheke auch sachgerecht einsetzen zu können", sagt Trimmel.
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