Sicherheit

FIA-Kampagne für sichere Straßen

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2010 - 2020: Jahrzehnt der Straßenverkehrssicherheit

Rund ein Jahr lang hat der ÖAMTC für die weltweite Kampagne der Autoclubs "Make Roads Safe" ("Für sichere Straßen") Unterschriften gesammelt und diese im März des vergangenen Jahres dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bei der UN-Generalversammlung in New York überreicht. Der nächste große Schritt: Von 2010 - 2020 wird das Jahrzehnt der Aktion für Straßenverkehrssicherheit ausgerufen.

Über eine Million Unterschriften

"Automobilclubs rund um die Welt haben die Kampagne unterstützt. Die Tatsache, dass über eine Million Menschen weltweit unterzeichnet haben, zeigt, wie sehr die Sicherheit der Straßen die Öffentlichkeit beschäftigt", sagt ÖAMTC-Präsident Werner Kraus. "Weltweit fordern Verkehrsunfälle jährlich mehr als 1,2 Millionen Tote und rund 50 Millionen Verletzte. Wird jetzt nicht gehandelt, könnte sich die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 verdoppeln."

Mehr Sicherheit für Schwellenländer

Im Zuge der Überreichung der Unterschriften konnte bereits der erste Erfolg verbucht werden. Am 18. und 19. November 2009 gab es in Moskau ein Gipfeltreffen. Erstmalig fanden sich die Verkehrsminister der einzelnen Staaten gemeinsam mit Vertretern aus den Bereichen Verkehr, Gesundheit, Bildung und Sicherheit zusammen, um die Umsetzung der Empfehlungen der UN-Resolution zur Verbesserung der weltweiten Verkehrssicherheit zu diskutieren.

Durch die Kampagne "Make Roads Safe" soll vor allem die Verkehrssicherheit in den Schwellen- und Entwicklungsländern verbessert werden. Dort verfügen die Straßen noch nicht über den Sicherheitsstandard, der in den Industriestaaten gegeben ist.

Die zentralen Forderungen der Petition lauten:

  • Es soll ein Zehn-Jahres-Aktionsplan für weltweite Verkehrssicherheit aufgelegt werden.
  • Es muss dafür gesorgt werden, dass mindestens zehn Prozent des für Straßeninfrastrukturprojekte bereitgestellten Entwicklungsgeldes der Verkehrssicherheit zufließen.

Verkehrsunfälle als Todesursache Nummer eins

Alle drei Minuten stirbt ein Kind im Straßenverkehr. Verkehrsunfälle sind bei jungen Menschen in Europa und den USA die häufigste Todesursache. Über die Hälfte der Verkehrsopfer zählt zur Altersgruppe der 15- bis 44-Jährigen, also zur Hauptgruppe der Familienerhalter und Erwerbstätigen. Am stärksten betroffen sind Schwellen- und Entwicklungsländer, auf die mehr als acht von zehn Verkehrstoten entfallen. "Ganz besonders gefährdet sind Kinder", so der ÖAMTC-Präsident. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, ist in einem Schwellen- oder Entwicklungsland viel höher als in einem Industrieland." Insgesamt ereignen sich 96 Prozent der Verkehrsunfälle, bei denen Kinder sterben, in Entwicklungs- und Schwellenländern. Während in der gesamten EU pro 100.000 Einwohnern 1,7 Kinder bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen, sind es in Südafrika beispielsweise 26.

"Der erste gemeinsame Schritt in die richtige Richtung wurde gesetzt, nun müssen die Pläne punkto Verkehrssicherheit so rasch wie möglich umgesetzt werden", sagt der ÖAMTC-Präsident abschließend.

Unterstützt wurde der ÖAMTC bei dieser Kampagne neben prominenten Persönlichkeiten, vor allem auch vom österreichischen Außenministerium.