Dass Ablenkung am Steuer Leben kosten kann, beweist die Statistik des vergangenen Jahres: Elf Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle im Jahr 2010 auf österreichischen Straßen sind laut BMI auf Ablenkung zurückzuführen. Unachtsamkeit spielt dabei eine große Rolle. Die Unfallgefahr steigt durch sogenannte "Nebenbeitätigkeiten", wie z.B. Rauchen oder Bedienen des Navis. Ein aktiver, aufmerksamer Beifahrer kann dazu beitragen, die Ablenkungsgefahr zu senken und somit Gefahrensituationen vorzubeugen. Er erleichtert das Routenfinden, hält auf Reisen im Ausland das Geld für Mautabschnitte bereit, übernimmt Telefonate, beruhigt mitreisende Kinder und reicht Getränke oder Imbisse. Wenn er zusätzlich Tempolimits im Auge hat und den Fahrer bei Bedarf durch Gespräche "aktiviert", trägt er wesentlich dazu bei, die Sicherheit während der Fahrt zu steigern. Besserwisserisch oder nervig darf der Beifahrer aber nicht sein.
Sicherheit
Der ideale Beifahrer
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Ablenkung kann tödlich sein
Beifahrer als Copilot mit großer Verantwortung
Das Lenker-Beifahrer-Gespann kann eine harmonische Kombination sein, die Freude und Sicherheit beim Fahren vereint - sofern die Aufgaben untereinander geklärt und akzeptiert sind. Der perfekte Beifahrer ist wie ein Copilot. Er unterstützt den Fahrer, indem er ihm möglichst viele Tätigkeiten abnimmt - er denkt mit, entlastet, assistiert und kennt den Weg. Die Funktion des Copiloten ist dabei mindestens genauso verantwortungsvoll wie die des Lenkers. Die Letztverantwortung liegt aber selbstverständlich beim Fahrer. In stressigen Situationen wird die Bedeutung eines hilfreichen Beifahrers besonders deutlich. Unterwegs auf fremden Routen, z.B. bei der Erkundung neuer Städte oder beim Befahren von Umleitungen, sehen vier Augen mehr als zwei. Vorausschauendes Fahren wird somit einfacher und das Unfallrisiko minimiert.
Gemeinsame Navigation erfordert Professionalität
Das Abkommen vom richtigen Weg birgt grundsätzlich Diskussionspotenzial. Die Suche nach der neuen Route lenkt außerdem leicht vom Verkehrsgeschehen ab. Hier zeigt sich ebenso die Stärke eines guten Copiloten, der ruhig und rasch die richtige Strecke während der Fahrt ausfindig machen kann. Geht man die gemeinsame Fahrt professionell an, haben sich sowohl Beifahrer als auch Lenker zuvor mit der Route auseinandergesetzt und neben dem Navigationsgerät zur Sicherheit noch eine Straßenkarte mit. Es ist hilfreich, die Strecke zusätzlich grob im Kopf zu haben. Und versagt einmal die Navi-Technik, z.B. durch GPS-Signalverlust, sind schnelle, richtige Wegweisungen durch die Hilfe des Beifahrers gefragt.
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