Sicherheit

Tipps für Kolonnenverkehr

Im Kolonnenverkehr ist partnerschaftliches Verhalten gefragt

Endlich Urlaub. Das Auto ist gepackt, der Traumstrand nur mehr ein paar hundert Kilometer entfernt. Laut Routenplaner eine Sache von einigen Stunden. Wenn sich die Blechlawine aber auf der Autobahn zieht, so weit das Auge reicht, und die Abkühlung im kühlen Pool immer weiter in die Ferne rückt, dann liegen die Nerven oft blank. Im dichten Kolonnenverkehr kommt es jetzt trotz Hitze darauf an, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich partnerschaftlich zu verhalten. "Kleine Verkehrssünden, wie etwa ein Spurwechsel ohne Blinken, können zum Verkehrszusammenbruch führen", warnt Gerhard Blümel, Leiter des ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrums Teesdorf.

Die Top-Fünf-Fahrsicherheitstipps

  • Abstand halten
    Auch bei niedrigen Geschwindigkeiten ist ausreichender Sicherheitsabstand zum Vordermann nötig. Gleichzeitig sollte auch der Hintermann beobachtet werden. Hält er so wenig Abstand, dass man im Rückspiegel seine Nummerntafel gar nicht mehr sieht, muss damit gerechnet werden, dass es bei einer Notbremsung krachen kann. "Man muss noch mehr Abstand nach vorne halten, um auch die Fehler der anderen ausbessern zu können. Das ist reiner Selbstschutz", weiß der ÖAMTC-Experte.
  • Vorausschauend fahren
    Plötzliche Fahrmanöver sollte man unbedingt vermeiden. Der ÖAMTC empfiehlt, bei einem Fahrstreifen-Wechsel z.B. rechtzeitig zu blinken, um nachfolgenden Fahrzeuglenkern genügend Zeit zum Reagieren zu geben. Um über längere Strecken aufmerksam und vorausschauend unterwegs zu sein, braucht man dazwischen unbedingt Pausen zur Regeneration. Für die Konzentration wichtig ist es auch, genug zu trinken.
  • Fahrstreifen beibehalten
    Das Beibehalten der Fahrspur ist gerade bei hohem Verkehrsaufkommen wichtig und hält den Verkehrsstrom im Fluss. Wer dauernd die Spur wechselt, ist zwar ständig in Bewegung, aber auch im Dauerstress - und ist damit gefährlicher, aber erwiesenermaßen langsamer unterwegs.
  • Einordnen lassen
    Bei Einmündungen oder Engstellen durch Unfälle, Pannen oder Baustellenbereiche hält das Reißverschluss-System den Verkehr flüssig. "Klappt das Einfädeln nicht mehr, ist das Ergebnis ein sich schnell aufbauender Stau", warnt der ÖAMTC-Experte.
  • Gefahrenstellen zügig passieren
    Wenn ein Unfall passiert ist, sollten sich Fahrzeuglenker in beiden Fahrtrichtungen auf die Weiterfahrt konzentrieren, um weder die Einsatzkräfte zu behindern noch den Verkehrsfluss zu beeinträchtigen. Häufig behindern Schaulustige das Vorbeifahren an einer Unfallstelle.

"Aber der sicher wichtigste Tipp ist, einfach die Nerven zu bewahren und gerade in Stress-Situationen anti-aggressiv unterwegs zu sein - auch wenn's oft schwer fällt", sagt ÖAMTC-Experte Blümel abschließend.