Kinder (0-14)

Mit Kids auf Urlaubsfahrt

Tipps der Verkehrspsychologin

Entertainer

Alles, was es für eine längere Autofahrt mit Kindern braucht, ist gute Reiseplanung und einen Entertainer an Bord. Für diesen Job ist Mama oder Papa am Beifahrersitz bestens qualifiziert", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger, die einige Tipps parat hat - auch als Video.

Gut planen

Am besten ist es, mit den Kindern abzusprechen, was sie im Auto lesen und spielen möchten. Dann wird gemeinsam eine autogerechte "Spieletasche" gepackt. Eine Decke sowie das Lieblingskuscheltier für jüngere Kinder oder der Discman mit den dazugehörigen Lieblings-CDs dürfen dabei nicht fehlen. Mit etwas älteren Kindern kann man vor Reiseantritt eine Kinderkarte basteln, auf der die Reiseroute markiert wird. So können sie die Fahrtstrecke mitverfolgen.

Spiel und Spaß

Phantasiegeschichten mit Anregungen aus der vorbeiziehenden Landschaft begeistern vor allem die Kleineren. Besonders aufmerksam hören die Kinder dann zu, wenn sie die Erzählung aktiv mitgestalten dürfen oder mit Fragen wie "Welche Tiere wohnen im Wald?" einbezogen werden.

Weitere "Klassiker" unter den Autospielen: Neben "Ich sehe was, was du nicht siehst" ist das "Wortkettenspiel" beliebt. Einer beginnt mit einem zusammengesetzten Hauptwort, der nächste macht aus dem zweiten Wortteil einen ersten und hängt etwas anderes dran. So wird z.B. aus "Autofarbe" ein "Farbpinsel" und ein "Pinselstrich".

Als "Straßendetektive" betätigen sich die Kinder in einem anderen Spiel, wenn es darum geht, auf der Fahrt bestimmte Automarken oder Gebäude zu entdecken oder zu zählen. Auch Verkehrsschilder oder Kennzeichen erraten macht Kindern Spaß.

Snacks

Eine Trinkflasche mit verdünntem Fruchtsaft und etwas Proviant - am besten Riegel, Kekse oder mundgerecht geschnittenes Obst - dürfen nicht fehlen. Essen verkürzt die Zeit und hält die Kinder bei Laune. Allerdings müssen Eltern darauf achten, dass ihre Sprösslinge nicht zu viel und vor allem leichte Kost zu sich nehmen, weil ihnen sonst übel werden kann.

Pausen

Kinder haben einen starken Bewegungsdrang und das lange und ruhige Sitzen überfordert sie. Sie werden unruhig und quengelig. Jetzt ist es Zeit für eine Rast, bei der sich die Kinder, aber auch Eltern bewegen können. Dazu nimmt man am besten ein handliches "Bewegungs-Spielzeug", wie z.B. eine Springschnur mit. Die Kinder werden danach bei der Weiterfahrt ruhiger oder schlafen sogar ein, wenn sie sich zwischendurch austoben können.

Sicherheit

Herumturnen im Auto ist tabu: Das Auto ist hingegen für Kinder der absolut falsche Ort zum Umhertollen. Die Sicherheit der Kleinen muss oberste Priorität haben. Deswegen vereinbart man mit den Kindern schon vor Reiseantritt bestimmte Spielregeln. Wichtig ist, dass jedes Kind einen eigenen Sitz mit passendem Rückhaltesystem hat und während der Fahrt immer ordnungsgemäß angeschnallt darin sitzen bleibt. Jedenfalls sollen Eltern mit gutem Beispiel vorangehen: Sind Mama und Papa angeschnallt, akzeptieren auch die Kids den Kindersitz.

Immer mit der Ruhe

Bei Hitze oder im Stau tun sich manche schwer, ruhig und gelassen zu bleiben: "Umso wichtiger ist es für Eltern aber gerade in diesen Situationen, kühlen Kopf zu bewahren, weil Eskalationen im Auto sonst programmiert sind", appelliert die ÖAMTC-Expertin.