Zu knapp an stehenden Kolonnen vorbeischlängelnde Motorradfahrer, Autofahrer, die Biker nicht vorbeifahren lassen wollen: Das sind Bilder, die die ÖAMTC-Experten nicht gerne sehen.
Verkehr & Strafen
Besondere Verkehrsregeln für Motorrad-Fahrer
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Miteinander
"Rücksichtnahme hat für beide Verkehrsteilnehmer-Gruppen Vorteile, beschleunigt den Verkehr und kann Geldstrafen verhindern", meint ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.
Damit erst gar kein Streit aufkommt, hat der Club die wichtigsten Sonderbestimmungen für Motorrad-Fahrer zusammengestellt.
- So darf ein Biker an stehenden Kolonnen vor Kreuzungen, Baustellen oder im Stau vorbeifahren, wenn ausreichend Platz vorhanden ist und er abbiegende Fahrzeuge nicht behindert. Die Club-Experten empfehlen mindestens 1,40 Meter Sicherheitsabstand.
- Für Biker strikt zu beachten ist das Verkehrszeichen "Überholverbot". Ein Motorrad darf zwar überholt werden, aber nicht selbst ein mehrspuriges Fahrzeug überholen. Fährt der Lkw noch so langsam und weit rechts, ein Überholen kann teuer kommen: Strafen bis zu mehreren 100 Euro und die Entziehung der Lenkberechtigung drohen.
- In Städten ist es wichtig zu wissen, dass Busspuren von Motorrädern nicht befahren werden dürfen, es sei denn, eine Ausnahme ist beschildert.
- Im Unterschied zum Autofahrer kommt den Biker das Parken günstig: Er muss in Kurzparkzonen keine Gebühr entrichten.
- "Ebenfalls nicht vergessen sollten Biker, auch bei Tag immer mit Abblendlicht zu fahren. Gesehen werden ist für einen Moped- oder Motorradfahrer lebenswichtig", sagt Zelenka.
Rechtliche Informationen bezgl. Motorrad und Motorradfahren finden sich auch in der Motorrad-Broschüre des Verkehrsministeriums (BMVIT) - siehe Downloads.
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