Strand und Meer, "all inclusive", Essen, Sport und Animation - eine Urlaubsreise hält vieles bereit. Manchmal auch Geldnöte, dann nämlich, wenn man erkrankt oder sich eine Verletzung zuzieht.
Nothilfe
Kranke Touristen im Ausland
Immer öfter Opfer derTouristennepp-Maschinerie
Ohne Versicherung kann's teuer werden
"Wer keine entsprechende Versicherung hat, zahlt unter Umständen noch jahrelang horrende Behandlungskosten zurück. 10.000 Euro für wenige Tage Krankenhausaufenthalt sind in manchen Ländern keine Seltenheit", sagt Michael Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.
Behandlungen ohne Rückfrage
Die ungefragte Behandlung von europäischen Touristen in teuren Privatkliniken oder Arztpraxen hat sich im Laufe der vergangenen Jahre mancherorts zu einem eigenen Wirtschaftszweig entwickelt. Besonders aus den Tourismushochburgen wie in Ägypten, der Türkei oder auch Spanien verhandelt die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe häufig unerfreuliche Fälle.
Überteuerte Rechnungen, Betrug, Erpressung - alles üblich
Nicht selten ist man als Patient im Notfall unbekannten, geschäftstüchtigen Helfern ausgeliefert. Die örtlichen Betreuer der Reiseveranstalter, Hotelrezeptionen, Taxiunternehmen, Ärzte, Touristeninformationen und Krankenhäuser sind sehr gut untereinander vernetzt und schanzen sich gegenseitig die Patienten zu. "Ist diese Maschinerie erst in Gang gesetzt, ist es meist unmöglich, sich zu Wehr zu setzen", weiß der ÖAMTC-Experte.
Sogar vor Erpressung wird nicht zurückgeschreckt
So versuchen Krankenhäuser, Patienten festzuhalten, bis die Rechnung beglichen ist. Da die Rechnungen den persönlichen Kreditkartenrahmen oftmals sprengen, verlangen die Spitäler eine Kostenübernahme-Erklärung des Versicherers. "Die Rechnungen sind allerdings fast immer viel zu hoch angesetzt. Deshalb müssen sie geprüft werden, was einige Stunden Zeit in Anspruch nimmt. In diesem Zeitraum wird wiederum Druck auf den Patienten ausgeübt", schildert der Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.
Es kommt auch oft vor, dass Leistungen verrechnet werden, die gar nicht geleistet wurden - in einem Fall z. B. eine Computertomographie um 3.000 Euro, obwohl das betreffende Krankenhaus gar nicht über ein derartiges Gerät verfügt. "Es ist immer möglich, eine Reduktion einer Rechnung zu erreichen. Deshalb sollte man als Patient grundsätzlich nur kleine und plausible Beträge für ambulante Behandlungen zahlen. Alles andere kann aus Österreich abgehandelt werden", empfiehlt der ÖAMTC-Experte.
Hier ein paar "Echtpreis"-Beispiele, bei denen die Kosten nach den Verhandlungen durch den ÖAMTC auch vom Club übernommen wurden:
- Zwei Tage Krankenhausaufenthalt nach einer Bänderverletzung, Krankenhauskosten 3.841 Euro.
- Neun Tage Krankenhausaufenthalt inkl. Operation des gebrochenen Oberschenkels, Krankenhauskosten 19.560 Euro, von denen die Krankenkasse in Österreich 1.189 Euro übernahm.
- Sieben Tage Krankenhausaufenthalt aufgrund einer lebensbedrohlichen akuten Fischvergiftung, Krankenhauskosten 22.383 Euro, von denen die Krankenkasse in Österreich lediglich 1.326 Euro übernahm.
- Ein Tag Krankenhausaufenthalt nach Gastroenteritis, Krankenhauskosten 1.182 Euro, die österreichische Krankenkasse übernahm davon 160 Euro.
"Diese bereits ausverhandelten Beträge sind ganz gebräuchliche Behandlungskosten in beliebten Urlaubsländern. Die ursprünglichen Kostenvoranschläge der Spitäler waren in jedem genannten Fall noch wesentlich höher", verdeutlicht der ÖAMTC-Experte.
E-Card im Ausland
Dringend aufräumen will Tagunoff somit auch mit dem Gerücht, dass die Europäische Krankenversicherungskarte, die sich auf der Rückseite der E-Card befindet, im Ausland einen ausreichenden Schutz bietet. "Erstens gilt sie nur in der EU und zweitens nur in öffentlichen Kliniken. In Touristenregionen gibt es aus genannten Gründen nur private Krankeneinrichtungen. Dort könnte man genauso gut die Kundenkarte seiner Lieblingsparfumerie vorlegen", sagt der ÖAMTC-Experte.
Schnelle und effiziente Hilfe -
Der ÖAMTC rät allen Schutzbrief-Inhabern, im Ernstfall sofort bei der Schutzbrief-Nothilfe des Clubs anzurufen (+43 1 25 120 20) und nicht gleich beim ersten Hilfsangebot dankbar zuzugreifen. Die Mitarbeiter der Notrufzentrale können aufgrund ihrer internationalen Kontakte innerhalb kürzester Zeit in nahezu jedem Reiseland die Stellen nennen, an die man sich vertrauensvoll für die bestmögliche medizinische Versorgung hinwenden kann.
Sofort ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe anrufen
"Je früher der Club involviert ist, umso effizienter geht die weitere Behandlung von statten. Und wegen der Behandlungs- oder Transportkosten braucht man sich als Schutzbrief-Inhaber keine Sorgen machen, die werden vom ÖAMTC getragen."
Soforthilfe
Der ÖAMTC-Schutzbrief bedeutet Soforthilfe in Österreich und in allen Reiseländern in Europa, auf allen Mittelmeerinseln und in den außereuropäischen Mittelmeerländern, auf den Kanaren, den Azoren und auf Madeira. Ganz gleich, ob man mit dem eigenen Auto, mit Bus, Bahn, Schiff oder Flugzeug unterwegs ist.
Mehr Infos zum Thema ÖAMTC-Schutzbrief sowie zum Weltreise-Krankenschutz siehe Link-Box.



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