Warnweste

Tragepflicht und Strafen

Seit 1. Mai 2005 besteht in Österreich die Mitführ- und Tragepflicht von Warnwesten.

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© ÖAMTC
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Rechtliches rund um die Warnweste

Das Kraftfahrgesetz (KFG) besagt, dass die Warnweste auf einer Freilandstraße dann von Lenkern mehrspuriger Kfz getragen werden muss, wenn laut Gesetz auch ein Pannendreieck aufzustellen ist. Das ist der Fall, wenn das Auto an einer unübersichtlichen Straßenstelle steht sowie bei schlechter Sicht, Dämmerung oder Dunkelheit.
 

Auf einer Autobahn oder Autostraße ist das Tragen einer Warnweste unabhängig von den Sichtverhältnissen immer vorgeschrieben, wenn der Lenker das Fahrzeug verlässt und sich auf der Fahrbahn oder dem Pannenstreifen aufhält, etwa um eine Panne zu beheben.

Strafen

Der theoretische Strafrahmen für eine Missachtung der Warnwestenpflicht reicht bis zu 5.000 Euro, in der Regel kassiert die Exekutive aber "nur" 14 Euro. Allerdings gibt es nicht nur eine Tragepflicht, sondern auch eine Mitführpflicht. Wer also bei einer Kontrolle nicht zumindest eine Sicherheitsweste vorweisen kann, zahlt.

Nach Unfall drohen Warnwestenmuffel Konsequenzen

Hätte der Unfall durch das Tragen der Warnweste verhindert werden können, muss der Verletzte mit einer Kürzung seiner Schadenersatz-Ansprüche wegen eines Mitverschuldens rechnen.

Tipps für Auslandsreisen

Zu beachten ist, dass eine Warnwestentrage- oder/und -mitführpflicht auch bei Reisen in manche Nachbarländer wie Slowenien, Slowakei oder Italien gilt. In Ungarn müssen sich sogar Radfahrer durch Warnwesten sichtbarer machen.

Warnwesten beim ÖAMTC

Die beim ÖAMTC erhältlichen Warnwesten (für Erwachsene und Kinder) entsprechen den internationalen Normen.

Warnwestenpflicht in Europa

Informationen zu den Pflichten rund um die Warnweste für ganz Europa findet man unter dem ÖAMTC-Reiseratgeber in der Rubrik "Mit dem Auto unterwegs". (siehe Linkbox)

Aus Sicherheitsgründen

Der ÖAMTC empfiehlt, für alle Insassen, besonders auch für Kinder, eine Warnweste im Auto mitzuführen und an einem einfach erreichbaren Platz aufzubewahren. Und das deshalb, weil keine Personen im Auto bleiben sollten, wenn auf Autobahnen, Schnell- oder Landesstraßen auf die Polizei oder Pannenhilfe gewartet wird.