• Reise-Reportagen
    Ausgabe: September 2005
    11.05.2011
    Autor:
    Günther Duty

    Sommer-Ausklang

    Zeit für Bergwanderungen in Osttirol.

    Panorama © Duty, Osttirol Werbung
    Wanderparadies. Die Almen des Hochsteins vor dem Panorama der Lienzer Dolomiten.
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    Eingebettet zwischen den mächtigen und teils bizarren Felsformationen der Lienzer Dolomiten im Süden und den Hohen Tauern im Norden liegt die Stadt mit dem wohl stärksten italienischen Flair Österreichs: Lienz. Jetzt, im ausklingenden Sommer, idealer Ausgangspunkt für genussvolle Bergtouren - egal, ob für leichte Wanderungen auf das Böse Weibele über's Hochstein-Plateau, auf dem Zettersfeld oder anspruchsvollere Touren im Nationalpark Hohe Tauern mit seinen fast 200 Dreitausendern.

    Wer es abenteuerlicher will, macht eine der vielen geführten Trekking-Touren. Zwei, drei, vier Tage oder gleich eine ganze Woche geht's von Hütte zu Hütte. Für Kinder ein ganz tolles Erlebnis ist Lama-Trekking, der Umgang mit den Tieren macht riesigen Spaß und die Zeit verfliegt im Nu, quengelnde kleine Wanderer sind passé.

    In Sachen Radfahren und Mountainbiking befindet sich Osttirol auf der Überholspur. Über 1.000 Kilometer Radwanderwege und Mountainbike-Strecken sind bereits erschlossen und in den nächsten Monaten sollen in der Bike-Arena Lienzer Dolomiten noch zusätzliche Bergkilometer, verteilt auf 45 Routen, dazu kommen.

    Natur und Kultur. Wie man schon seit Jahrhunderten die Kraft des Wassers nützt, bekommt man zum Beispiel am Wasserschaupfad in der Galitzenklamm eindrucksvoll erklärt. Und wie aus reifen Früchten edle Brände und Liköre werden, erfährt man bei einem Besuch im Schnapsgarten Kuenz.

    Was wäre die Osttiroler "Landeshauptstadt" ohne den Maler Albin Egger, der sich zu Ehren seiner Geburtsstadt den Beinamen "Lienz" zugelegt hat. Eine eindrucksvolle Sammlung, von fast unbekannten Werken aus seiner Studienzeit bis hin zu den Weg bereitenden Bildern der Moderne, sind als Dauerausstellung im historischen Ambiente von Schloss Bruck zu sehen. Arbeiten seiner Osttiroler Vorbilder Franz von Defregger und Hugo Engl sind ebenfalls Teil der Ausstellung. Und dann wäre da noch die historische Altstadt von Lienz mit den markanten Zwiebeltürmen der Liebburg und dem Floriani-Brunnen am Hauptplatz.

    Infos:Osttirol-Werbung, 9900 Lienz, Albin-Egger-Straße 17.

    Archäologie-Museum
    Aguntum. Architektur aus dem Mittelmeerraum in Osttirol? Wer immer das Atriumhaus in Aguntum erbaut hat, vergaß die lokalen Wetterverhältnisse: zu frisch, zu lange Winter. Mit den Jahrhunderten verschwand es in einem Schuttkegel, über den seit dem 20. Jahrhundert der Verkehr durchs Drautal fließt. Heute wird die Bundesstraße über eine Brücke direkt über das Atriumhaus geführt. Noch nie hat man so weit nördlich ein solches Bauwerk gefunden. Grund genug, ein neues Museum zu errichten, in dem auch noch weitere Funde aus Aguntum zur Schau gestellt werden. Geöffnet bis Mitte Oktober (außer Samstag) von 9.30 bis 16 Uhr.
    Infos: Tel. (04852) 61 550 und unter www.aguntum.info