• Reise-Reportagen
    Ausgabe: Mai 2004
    Autor:
    Elisabeth Nisan, Roland Fibich

    Luxus-Badewanne

    Ein friedliches Inselparadies im Indischen Ozean: Mauritius ist jetzt leistbares Top-Ferien-Ziel

    mau_strand © Elisabeth Nisan, Beachcomber, Air Mauritius, Lauda Air
    Mauritius: Massentourismus ist ein Fremdwort geblieben
    © Elisabeth Nisan, Beachcomber, Air Mauritius, Lauda Air
    Von Palmen gesäumte, schneeweiße Sandstrände. Ein glasklares, türkis-blaues Meer. Vier- und Fünf-Sterne-Hotels mit luxuriös-lässiger Atmosphäre. Und - neu ab 30. Juni - ein Nonstop-Flug mit einer Lauda-Air-Boeing 767-300 ab Wien: mit Do&Co-Catering, Top-Bordunterhaltung sowie E-Mail und Fax-Service. Mauritius, die Trauminsel im Indischen Ozean, ist ein bisschen "österreichischer" geworden.
    Vom speziellen tropischen Insel-Flair konnten sich TV-Zuschauer zuletzt ein Bild machen, als Ruth Maria Kubitschek und Christian Kohlund "Verliebt auf Mauritus" waren. Das Shandrani, eines der acht Beachcomer-Hotels auf Mauritius, liegt in einer weitläufigen Gartenanlage und verfügt über einen äußerst gepflegten Golfplatz. Die meisten Wassersportarten, die im Hotel angeboten werden, sind im Reisepreis inkludiert. So kann der Gast nach Herzenslust und unter fachmännischer Anleitung der freundlichen Instruktoren surfen oder segeln, Wasser-Ski ausprobieren oder sich die beeindruckende Unterwasserwelt vom Glasboden-Boot aus ansehen.

    30 Grad: Wozu eine Sauna? Für das Tauchen bietet das Shandrani, wie fast alle Hotels, eine (kostenpflichtige) Tauchbasis mit jedem Komfort. Sollte es mal ein paar Stunden regnen, wechselt man ins Fitness-Center. Oder in die Sauna, deren Sinnhaftigkeit bei Durchschnitts-Temperaturen um die 30 Grad hinterfragbar ist. Jedenfalls schmecken die einheimischen und internationalen Köstlichkeiten vom Buffet nach all dem Sport doppelt so gut. Nach dem Dinner ist die Poolbar Treffpunkt, wo unter klarem Sternenhimmel Shows - von indischem Tanz über Sega bis Gospel - Einblick in die verschiedenen Kulturen bieten, die sich auf dem friedlichen Mauritius in wundersamer Harmonie verbunden haben.
    Wer nach einigen Erholungstagen genug vom angenehmen Luxusleben im Hotel hat, dem sei als Einstiegsdroge ein Ganztages-Ausflug mit Bus und Reiseleitung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten empfohlen: zu den Wasserfällen von Chamarel und den Terres de Couleurs, einer Gesteinsformation, deren sanfte Rundungen in vielen verschiedenen Farben leuchten. Oder in den Nationalpark mit seiner tropischen Vegetation und wild lebenden Affen, die nicht gerade scheu sind. Schließlich zum Grand Bassin, dem Kratersee eines erloschenen Vulkans, einem heiligen Ort.

    Freundliche Götter. Überall laden bunte Hindu-Tempel die Besucher ein, ihre Götter - barfuß, versteht sich - zu bestaunen. Mit etwas Glück kommt man zu einer Zeremonie zurecht: Frauen in farbenprächtigen Saris, Priester in goldenen Roben, es duftet nach Räucherstäbchen. Wer diese Ziele per Taxi besucht, sollte unbedingt vorher den Preis aushandeln. Öffentliche Busse sind für Urlauber mit starken Nerven, viel Zeit und gesunden Bandscheiben.

    Weg vom Touristenstrom. Ein ausgedehnter Trip durch die Hauptstadt Port Louis und ein Spaziergang durch den beeindruckenden Botanischen Garten von Pamplemousses sind weitere Fixpunkte im Ausflugsprogramm. In Port Louis sollte man sich viel Zeit für den lauten, lebhaften, bunten, duftenden Zentralmarkt nehmen.
    Wer sich aber seine Ralph-Lauren-Shirts lieber zu Hause kauft, macht einen Abstecher in die lustigen, lebhaften Städte im Landesinneren, wo Tourismus noch weit gehend ein Fremdwort ist. Goodlands ist einer dieser Plätze. Die Leute hier sind noch eine Spur freundlicher als sonst - obwohl das kaum möglich scheint. Man kauft in Ruhe ein. Niemand versucht, den Ausländer in ein Geschäft zu zerren und ihm einen kitschigen Plüsch-Dodo aufzuschwatzen.
    Zurück in den Resorts, bleibt dann genügend Zeit, zum Ausspannen und Relaxen. Das süße Nichtstun - irgendwie scheint es auf dieser wunderbaren Insel erfunden worden zu sein.

    MAURITIUS-HOTELS
    SONNENOASEN
    Sonne, Schwimmen, Faulenzen, gutes Essen, Wassersport in allen Variationen und perfekter Service sind die Plus-Punkte der Beachcomber-Hotels auf Mauritius. Unter den "Urlaubs-Trauminseln" der tropischen Breiten hat sich Mauritius in den letzten Jahren einen Spitzenplatz erworben. Und dennoch ist eine Woche in einem der Super-Hotels inklusive Direktflug schon ab etwa E 1.700,- zu haben.
    Das Shandrani liegt - als Feriendorf konzipiert - auf einer privaten Halbinsel in einem blühenden Garten an einem einsamen, fast menschenleeren Sandstrand. Es gilt als besonders familienfreundliches Urlaubsquartier, auch Segeln, Surfen, Tauchen und Wasserski werden groß geschrieben.
    Im Le Victoria an der Nordwestküste finden sich viele europäische Stammgäste ein, die sich am makellos weißen Sandstrand entspannen, Wasser-Ski fahren oder das vorgelagerte Korallenriff zum Tauchen und Schnorcheln nützen. Das gute Preis-/Leistungsverhältnis ändert nichts daran, dass alle Zimmer und Familienappartements mit 60 bis 120 Quadratmetern die größten der Insel sind und ausnahmslos einen wunderbaren Meerblick haben. Erst Ende 2002 ist das Bechcomber-Le Victoria komplett renoviert worden.