Faires Parken
25.10.2012

Parken: Grüne Zonen gefordert

kpza_Wilhelminenstraße_2 © ÖAMTC
1160, Wilhelminenstraße (außerhalb der Maroltingergasse, keine Kurzparkzone)
Die Ausdehnung der bestehenden Parkraumbewirtschaftung mit 1. Oktober hat durch starre Grenzziehungen Anrainer wie Pendler unter großen Druck gebracht. "Es war zu erwarten und vermutlich auch von der Stadtregierung beabsichtigt, dass nun weitere Bezirke nachziehen", kommentiert Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, die Entscheidung, dass die Gebührenzonen in Penzing, Ottakring und Hernals ausgedehnt werden. "Die Ausweitung des bestehenden Modells ist eine reine Problemverlagerung anstelle einer Problemlösung", stellt Wiesinger zum wiederholten Mal klar.

Der ÖAMTC hat präzise Vorstellungen, wie faires Parken in Wien zum Wohle aller Beteiligten funktionieren kann. Diese kennen auch die Verantwortlichen der Stadt und sind wiederholt in diversen Gesprächen und Expertenrunden vorgestellt und präsentiert worden.

Grüne Zonen für Randzonen

Das Herzstück des ÖAMTC-Modells "Faires Parken in Wien" sind Grüne Zonen für die Randzonen der derzeitigen Parkraumbewirtschaftung. Dort bezahlt man zwar für das Parken, allerdings deutlich weniger als in den herkömmlichen Kurzparkzonen. Zudem gibt es in der Grünen Zone keine Parkzeitbegrenzung. Der Effekt wäre, dass erstens Anwohner wieder einen Parkplatz finden - sogar zu einem günstigeren Preis als mit dem herkömmlichen Parkpickerl, dass zweitens ein Teil der ortsfremden Dauerparker in Park&Ride-Anlagen oder unbewirtschaftete Bereiche ausweicht und dass es drittens für einige ortsfremde Dauerparker auch möglich wäre, zu leistbaren Gebühren in der Grünen Zone zu parken.

Viele gute Vorbilder

Gut funktionierende Vorbilder gibt es unter anderem in Graz, einigen Städten Vorarlbergs aber auch in München oder Berlin. Man muss nicht immer alles neu erfinden. Der Blick über den Tellerrand oder die eigenen Stadtgrenzen reicht oft schon aus. Und lieber einmal eine gute Idee kopieren, als eine schlechte ausdehnen.

Grüne Zonen waren bereits angedacht

Ein Blick in die Archive zeigt, dass Wien diesbezüglich sogar schon einen Schritt weiter war. Denn die Schaffung Grüner Zonen war im „Masterplan Verkehr“ aus dem Jahr 2003 explizit vorgesehen. Auch im Koalitionsabkommen aus dem Jahr 2010 zwischen Rot und Grün wird sogar noch von der Schaffung eines dafür geeigneten Gesetzes gesprochen.