Erste Kilometer im Golf 7
Ein kleiner Schritt für die Designer, ein großer für die Kunden: der neue Golf.
Eigentlich klingt es unglaublich: Seit mittlerweile 34 (!) Jahren ist der VW Golf nun schon ununterbrochen das meistverkaufte Auto Österreichs. Wer das nicht glauben will, braucht sich nur auf der Straße einmal im Kreis zu drehen und wird bemerken: Die Zahl stimmt. Allerdings war es schon immer so, dass sich am Erfolg auch die Geister scheiden: Die einen finden den Golf schlicht langweilig und überteuert, die anderen hingegen zeitlos und wertbeständig. Und an alledem ist etwas dran: Sein Design wurde stets nur e-, aber nie revolutioniert. Zu den günstigsten Kompakten hat er auch nie gezählt. Andererseits schauen heute nicht einmal die zahllosen 4er-Gölfe (1997 – 2003) veraltet aus, und in punkto Wiederverkaufswert ist man mit einem Golf sowieso fast immer auf der sicheren Seite (abgenudelte Jungspund-GTI's einmal ausgenommen). Ganz abgesehen davon, dass er wohl das einzige Auto ist, das so klassenlos ist, dass es sowohl vorm Nobelhotel als auch auf der Baustelle eine gute Figur macht.
Jetzt also die siebte Generation: Beim Näherkommen muss man schon zwei Mal hinsehen, um die optischen Unterschiede zum Vorgänger zu erkennen. Da gibt es hier eine neue Kante, dort eine geänderte Sicke, und der Tankdeckel ist jetzt trapezförmig. Ein bisserl länger, breiter und niedriger ist er auch geworden, steht deshalb bulliger da als der 6er. „Bloß die Stammkundschaft nicht mit Design-Experimenten verschrecken“, mögen sich die Entwickler bei VW gedacht und insgeheim auf die neue A-Klasse von Mercedes geschielt haben. Aus Wolfsburg also nichts Neues, möchte man meinen.
Stimmt aber nicht, wie wir bei der ersten Ausfahrt auf kurvigen Bergstraßen erfahren konnten. Als Erstes fällt das gegenüber dem Vorgänger deutlich verbesserte, weil komplett neue Fahrwerk auf: Dank der schon in der Basisversion serienmäßigen elektronischen Differenzialsperre XDS zieht der Golf 7 auch aus engen Kehren ohne irgendwelche Anzeichen von Untersteuern stoisch heraus. Schlechte Straßen filtert das sportlich-komfortable Fahrwerk gekonnt, das Geräuschniveau im toll verarbeiteten Cockpit erinnert an viel teurere Autos der Oberklasse. Wie gewohnt hervorragend: Bremsen, Lenkung, Schaltung und Sitzposition – man zieht das Auto beim ersten Einsteigen an wie die perfekt sitzenden Lieblings-Jeans. Was die Fahrdynamik angeht, muss sich der bisherige Klassenprimus Ford Focus jetzt auf jeden Fall warm anziehen.
Der Innenraum: Dank längerem Radstand haben die Fondpassagiere hinten nun wirklich viel Platz. Wir haben mit einem knapp 2 Meter großen Kollegen die Probe aufs Exempel gemacht, indem er zuerst seine Sitzposition vorne eingestellt und sich dann direkt dahinter gesetzt hat. Fazit: Sowohl für die Beine als auch den Kopf der mächtigen Statur blieben mehr als genug Raum übrig, um auch auf langen Strecken bequem zu reisen. Das Kofferraum-Volumen ist auf bis zu 1.270 Liter gewachsen, der Ladeboden komplett eben und die Ladekante mit nur 67 Zentimetern Höhe ausgesprochen Kreuz-freundlich. Die Beifahrer-Lehne lässt sich optional umlegen und gibt damit eine Stauraum-Länge von 2,40 Metern frei – ideal für den Möbel-Einkauf. Zwei simple, aber praktische Details: Die nach dem Entfernen oft lästige Hutablage lässt sich in einem eigenen Fach im Boden verstauen, und ein kleines Fenster in der A-Säule auf Höhe der Seitenspiegel verbessert die Übersicht beim Abbiegen erheblich.
Ebenfalls erfreulich (und das war nicht immer so): die Basis-Serienausstattung des Golf. Zum Einstiegspreis von 18.290 Euro (1,2-TSI-Benziner mit 85 PS) sind bereits ESP, 7 Airbags, die neue Multikollisionsbremse (verhindert Folge-Unfälle nach einem Crash), Müdigkeitswarner, Klimaanlage, Radio mit Touchscreen-Display und Stopp-Start-System an Bord. Gegen Aufpreis lässt sich der Golf 7 außerdem mit zahlreichen Optionen aufrüsten: u.a. mit einer automatischen Distanz-Regelung inkl. City-Notbremsfunktion, einer Verkehrszeichen-Erkennung, einem Spurhalte- oder Einpark-Assistenten sowie dem sogenannten ergoActive-Sitz, der nicht nur in alle erdenklichen Richtungen verstellbar ist, sondern den Fahrer bei Bedarf auch massiert.
Zum definitiven Markstart am 8. November umfasst die Motorenpalette vier Benziner (85, 105, 122 oder 140 PS; je nach Ausstattung zwischen 18.290 und 29.910 Euro) und zwei Diesel (105 oder 150 PS; zwischen 22.370 und 31.880 Euro). Das formidable DSG-Getriebe ist bis auf den Einstiegs-Benziner für alle Motorisierungen erhältlich. Kommenden Sommer folgt auch noch die BlueMotion-Variante, die sich mit nur 3,2 Litern Diesel begnügen wird.
Jetzt also die siebte Generation: Beim Näherkommen muss man schon zwei Mal hinsehen, um die optischen Unterschiede zum Vorgänger zu erkennen. Da gibt es hier eine neue Kante, dort eine geänderte Sicke, und der Tankdeckel ist jetzt trapezförmig. Ein bisserl länger, breiter und niedriger ist er auch geworden, steht deshalb bulliger da als der 6er. „Bloß die Stammkundschaft nicht mit Design-Experimenten verschrecken“, mögen sich die Entwickler bei VW gedacht und insgeheim auf die neue A-Klasse von Mercedes geschielt haben. Aus Wolfsburg also nichts Neues, möchte man meinen.
Stimmt aber nicht, wie wir bei der ersten Ausfahrt auf kurvigen Bergstraßen erfahren konnten. Als Erstes fällt das gegenüber dem Vorgänger deutlich verbesserte, weil komplett neue Fahrwerk auf: Dank der schon in der Basisversion serienmäßigen elektronischen Differenzialsperre XDS zieht der Golf 7 auch aus engen Kehren ohne irgendwelche Anzeichen von Untersteuern stoisch heraus. Schlechte Straßen filtert das sportlich-komfortable Fahrwerk gekonnt, das Geräuschniveau im toll verarbeiteten Cockpit erinnert an viel teurere Autos der Oberklasse. Wie gewohnt hervorragend: Bremsen, Lenkung, Schaltung und Sitzposition – man zieht das Auto beim ersten Einsteigen an wie die perfekt sitzenden Lieblings-Jeans. Was die Fahrdynamik angeht, muss sich der bisherige Klassenprimus Ford Focus jetzt auf jeden Fall warm anziehen.
Der Innenraum: Dank längerem Radstand haben die Fondpassagiere hinten nun wirklich viel Platz. Wir haben mit einem knapp 2 Meter großen Kollegen die Probe aufs Exempel gemacht, indem er zuerst seine Sitzposition vorne eingestellt und sich dann direkt dahinter gesetzt hat. Fazit: Sowohl für die Beine als auch den Kopf der mächtigen Statur blieben mehr als genug Raum übrig, um auch auf langen Strecken bequem zu reisen. Das Kofferraum-Volumen ist auf bis zu 1.270 Liter gewachsen, der Ladeboden komplett eben und die Ladekante mit nur 67 Zentimetern Höhe ausgesprochen Kreuz-freundlich. Die Beifahrer-Lehne lässt sich optional umlegen und gibt damit eine Stauraum-Länge von 2,40 Metern frei – ideal für den Möbel-Einkauf. Zwei simple, aber praktische Details: Die nach dem Entfernen oft lästige Hutablage lässt sich in einem eigenen Fach im Boden verstauen, und ein kleines Fenster in der A-Säule auf Höhe der Seitenspiegel verbessert die Übersicht beim Abbiegen erheblich.
Ebenfalls erfreulich (und das war nicht immer so): die Basis-Serienausstattung des Golf. Zum Einstiegspreis von 18.290 Euro (1,2-TSI-Benziner mit 85 PS) sind bereits ESP, 7 Airbags, die neue Multikollisionsbremse (verhindert Folge-Unfälle nach einem Crash), Müdigkeitswarner, Klimaanlage, Radio mit Touchscreen-Display und Stopp-Start-System an Bord. Gegen Aufpreis lässt sich der Golf 7 außerdem mit zahlreichen Optionen aufrüsten: u.a. mit einer automatischen Distanz-Regelung inkl. City-Notbremsfunktion, einer Verkehrszeichen-Erkennung, einem Spurhalte- oder Einpark-Assistenten sowie dem sogenannten ergoActive-Sitz, der nicht nur in alle erdenklichen Richtungen verstellbar ist, sondern den Fahrer bei Bedarf auch massiert.
Zum definitiven Markstart am 8. November umfasst die Motorenpalette vier Benziner (85, 105, 122 oder 140 PS; je nach Ausstattung zwischen 18.290 und 29.910 Euro) und zwei Diesel (105 oder 150 PS; zwischen 22.370 und 31.880 Euro). Das formidable DSG-Getriebe ist bis auf den Einstiegs-Benziner für alle Motorisierungen erhältlich. Kommenden Sommer folgt auch noch die BlueMotion-Variante, die sich mit nur 3,2 Litern Diesel begnügen wird.