ÖAMTC-Verkehrssicherheitsaktionen in SOS-Kinderdörfern am Welttag des Kindes
Dieses Jahr starben bereits sechs Kinder auf Österreichs Straßen
In Österreich werden jedes Jahr hunderte von Kindern zwischen 0 und 14 Jahren Opfer eines Verkehrsunfalls. Zwischen Jänner und September 2012 starben bereits sechs Kinder auf Österreichs Straßen. "Ganz gleich ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder im Auto - die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr ist dem ÖAMTC ein besonderes Anliegen", sagt ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold. "Deshalb setzt der Club immer wieder unterschiedliche Aktionen zum Thema Verkehrssicherheit, um bestehende Risiken aufzuzeigen, das Gefahrenbewusstsein zu schärfen und richtiges Verhalten vorzuzeigen."
ÖAMTC mit SOS-Kinderdörfern
Seit Jahrzehnten verbindet den ÖAMTC mit den SOS-Kinderdörfern eine starke Partnerschaft. In den zehn ÖAMTC-Christophorus-Häusern beziehungsweise Wohnungen konnte vielen Kindern und jungen Menschen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden ein liebevolles und schützendes Zuhause geboten werden. Selbstverständlich setzt der Club auch immer wieder Schwerpunkte zu verkehrsrelevanten Themen - so auch am heurigen Welttag des Kindes.
Informationen für Eltern
Dieser Tage bietet der ÖAMTC in den SOS-Kinderdörfern Wien, Hinterbrühl/NÖ, Altmünster/OÖ und Nußdorf-Debant in Osttirol zahlreiche Aktivitäten für Eltern und Kinder rund um das Thema Verkehrssicherheit an. "Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsenen sollen so für die Gefahren des Straßenverkehrs sensibilisiert und über mögliche Risikovermeidung informiert werden", erklärt der ÖAMTC-Verbandsdirektor das Ziel der Aktionstage. Zwar kamen im Vergleich zu 2011 bis Ende August sieben Kinder weniger ums Leben, doch bereits zwischen Jänner und März dieses Jahres wurden 450 Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr verletzt. (Burgenland 12, Salzburg 28, Vorarlberg 31, Kärnten 39, Tirol 47, Steiermark 56, Niederösterreich 68, Oberösterreich 74 und Wien 95; Quelle Statistik Austria).
Jahrzehnt der Verkehrssicherheit auf Initiative von ÖAMTC und FIA
Weltweit fordern Verkehrsunfälle täglich zirka 3.500 Todesopfer. "Jeder tödliche Unfall ist einer zuviel", sagt Schmerold. "Daher misst der ÖAMTC präventiver Verkehrssicherheitsarbeit große Bedeutung zu. Denn nur effektive Maßnahmen können verhindern, dass Verkehrsunfälle in der nahen Zukunft zur fünfthäufigsten Todesursache werden."
Decade of Action for Road Safety
Betroffen von dieser besorgniserregenden Entwicklung sind in erster Linie die Schwächsten. "Etwa 50.000 Kinder verunglücken weltweit pro Jahr im Straßenverkehr tödlich", verdeutlicht Schmerold die Notwendigkeit zu handeln. In den Entwicklungs- und Schwellenländern sind Straßenverkehrsunfälle bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sogar die Todesursache Nummer Eins. "Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben die Vereinten Nationen im Jahr 2011 auf Initiative von ÖAMTC und FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) die Decade of Action for Road Safety ausgerufen", erläutert der ÖAMTC-Verbandsdirektor. "Ziel dieses Zehn-Jahres-Aktionsplans ist, weltweit die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren. Denn nur mit geeigneten Maßnahmen können bis zum Jahr 2020 fünf Millionen Todesopfer und 50 Millionen Schwerverletzte im Verkehr verhindert werden." Weitere Informationen dazu finden sich auch unter www.oeamtc.at/makeroadssafe.