Drift Wars: Das Imperium schlägt zurück - Lokalmatador Alois Pamper gewinnt Drift Challenge Steiermark (+Foto)

Nachwuchstalente auf den Plätzen zeigen: Wilde Junge sind auf dem Vormarsch

Am Wochenende ging im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Lang-Lebring der dritte Lauf der österreichischen Drift Staatsmeisterschaft über die Bühne. Der dreifache Drift Staatsmeister Alois Pamper gewann zum zweiten Mal in Folge sein Heimrennen und zeigte nach seiner Niederlage beim vergangenen Lauf in Kärnten, dass er immer noch der Dominator der heimischen Drift Szene ist. Der zweite Platz in der Tageswertung und in der Kategorie Rennfahrzeuge ging an das Nachwuchstalent Günther Denk, der erstmals in seiner Drift Karriere die Maximalpunkte von der Jury erhielt. Michael Blümel, der nach dem ersten Wertungslauf noch in Führung gelegen war, belegte schlussendlich den dritten Platz (Tageswertung und Rennfahrzeuge).
Doch wie schon bei den bisherigen Bewerben zeigten auch in der Steiermark die wilden Jungen, dass sie nicht mehr lange in der zweiten Reihe stehen werden: Im ersten von drei Wertungsläufen überraschte Michael Blümel. Er holte sich mit seinem Mercedes 190E 16V als einziger Fahrer die Maximalpunkte der Jury und ging damit in Führung. Doch im zweiten Lauf zeigte der dreifache Staatsmeister der Rennfahrzeuge allen Konkurrenten, wo der Hammer hängt. Mit Maximalpunkten und einer um mehrere Sekunden schnelleren Rundenzeit katapultierte sich Alois Pamper an die Spitze. Bei 35 Grad im Schatten ließ die Konzentration vieler Fahrer im dritten Wertungslauf nach. Pamper punktete mit seiner Erfahrung und stellte nach der überraschenden Niederlage gegen Alexander Jirsa in Kärnten die alte Hackordnung wieder her. Doch auch er spürte deutlich den frischen Wind, den die jungen, aufstrebenden Drift Talente ihm ins Gesicht blasen.

Serienfahrzeuge – Thomas Graf siegt vor Mario Kranabetter und Martin Simon

In der Kategorie Serienfahrzeuge war der Führende in der laufenden Meisterschaft, Thomas Kienast, in der Steiermark nicht am Start. Seine Konkurrenten wollten das natürlich so gut wie möglich ausnützen. Der amtierende Staatsmeister dieser Kategorie, Thomas Graf, trumpfte in der Steiermark richtig auf, gewann deutlich und wurde sogar Gesamtfünfter in der Tageswertung. Damit führt er nun in der Zwischenwertung der Staatsmeisterschaft. Platz zwei ging ebenfalls an einen der jungen Wilden. Mario Kranabetter peitschte das schwächste Auto im Starterfeld im dritten Wertungslauf noch auf Platz zwei vor. Platz drei ging an Martin Simon, ebenfalls ein vielversprechender Nachwuchsfahrer.

Frauenpower bei den Eni i-Sint Trophys - Gabriele Gluschitsch fährt auf Platz drei

In der Klasse S1 (Serienfahrzeuge bis 2.500 ccm) war bis jetzt Wolfgang Schmid der Mann der Saison. Doch ihm lag der Kurs in Lang-Lebring nicht ganz so gut wie Mario Kranabetter, der sich nicht nur den zweiten Platz bei den Serienfahrzeugen gesamt, sondern natürlich auch den Sieg in seiner Klasse holte. Dritte wurde hier sensationell Gabriele Gluschitsch, die bei ihrer erst dritten Drift Challenge überhaupt erstmals aufs Podest fuhr. Schmid kann sich jedoch mit der Behauptung in der Zwischenwertung der ENI i-Sint Trophy der Klasse S1 trösten.
Die Klasse R1 (Rennfahrzeuge bis 2.500 ccm) gewann der Tages-Dritte Michael Blümel überlegen vor dem nach zwei enttäuschenden Läufen zu Saisonbeginn wieder erstarkten Rupert Schachinger. Knapp dahinter platzierte sich der Sieger dieser Klasse beim letzten Lauf in Kärnten, Robert Temmel. In der ENI i-Sint Trophy führt nun Blümel vor Temmel und Schachinger.

Allradler schreibt Geschichte: Markus Felbauer holt Maximalpunkte

Einmal mehr wurde auch Drift Staatsmeisterschafts-Geschichte geschrieben, und zwar bei den Allrad-Fahrzeugen: Dort erreichte der die Saison bis jetzt dominierende Markus Felbauer erstmals seit dem Start der DUNLOP Drift Challenge Austria die maximale Punkteanzahl der Drift Jury und holte sich damit neben dem erneuten Sieg in der Klasse auch Platz 11 gesamt. "Das ist bemerkenswert. Da Allrad-Fahrzeuge sehr viel schwieriger zu driften sind als Heckgetriebene, kommen sie normalerweise nicht unter die Top-15 der Tageswertung", erklärt Projektleiter Christoph Sojak. Platz zwei ging an den ebenfalls heuer frisch in die Drift Challenge gestarteten Christian Kornherr vor dem Vorjahres-Champion dieser Klasse, dem Deutschen Yavuz Baykara. Dieses Ergebnis spiegelt auch den Zwischenstand in der ENI i-Sint Trophy der Klasse R3 wider.

Sensation durch Drift-Lady Brigitte Schmalzl

Brigitte Schmalzl schrieb ja beim Lauf in Kärnten Geschichte, als sie sich mit einem sensationellen dritten Wertungslauf erstmals unter die Top-10 katapultierte. Und das scheint ihr wohl nicht genug gewesen zu sein, denn mit Platz 7 in Lang-Lebring wiederholte sie diese tolle Leistung. Zweitbeste Drift-Lady wurde Gabriele Gluschitsch vor Martina Patka und Yvonne Leichtfried.
Der nächste Lauf zur "DUNLOP Drift Challenge Austria 2012 powered by DOTZ-Tuning-Wheels" findet am 11./12. August erstmals im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf bei Baden statt. Der Eintritt ist frei.
Alle Ergebnisse, Fotos und die aktuellen Meisterschaftsstände findet man unter www.driftchallenge.at.
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