23.05.2012

ÖAMTC-Tipps für die Fanreise zur Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine

Club-Touristik informiert über die wichtigsten Bestimmungen in den EM-Gastgeberländern

Vom 8. Juni bis 1. Juli regiert in Europa wieder König Fußball: Die 16 stärksten Mannschaften des Kontinents rittern um die Fußball-Krone bei der UEFA Euro 2012 in Polen und der Ukraine. Millionen werden das Sportereignis an den Bildschirmen verfolgen und einige hunderttausend Fans werden zur Unterstützung ihrer Teams nach Osteuropa reisen. "Auch wenn die rot-weiß-rote Elf nicht dabei ist, wollen viele österreichische Fußballfans das Turnier live miterleben", erklärt ÖAMTC-Reiseexperte Jan Stirnweis. "Die Club-Touristik hat daher die wichtigsten Reise-Tipps für Polen und die Ukraine zusammengestellt."
* Reisepass: Für die Einreise nach Polen benötigt man einen gültigen Reisepass oder Personalausweis, der nationale Führerschein ist kein gültiges Grenzdokument. "Für die Einreise in die Ukraine muss der Pass sogar einen Monat über das Ende des geplanten Aufenthaltes hinaus gültig sein", hält der ÖAMTC-Experte fest. "Ein Personalausweis reicht dort gar nicht aus." Ein Visum muss nur beantragt werden, wenn die Aufenthaltsdauer 90 Tage überschreitet.
* Grenzkontrollen: Polen erwägt, vor und nach besonders kritischen Spielen die Schengen-Regelungen vorübergehend außer Kraft zu setzen und wieder Grenzkontrollen einzuführen. Dementsprechend ist an den Grenzübergängen mit längeren Wartezeiten zu rechnen.
* Maut: Nicht nur an den Grenzen zu Polen wird es Wartezeiten geben. "Auf einigen polnischen Autobahnen müssen streckenabhängige Mautgebühren entrichtet werden. Bei starkem Verkehrsaufkommen werden sich auch an den Mautstationen Staus bilden", ist sich Stirnweis sicher. Wie hoch die Gebühren sind, kann mit dem ÖAMTC-Routenplaner unter www.oeamtc.at/routenplaner berechnet werden. Der Euro wird an den Mautstationen als Zahlungsmittel übrigens akzeptiert – das Wechselgeld gibt es allerdings nur in polnischen Zloty.
* Abweichende Verkehrsbestimmungen in Polen: "In Polen dürfen auf Autobahnen maximal 140 km/h gefahren werden, auf Schnellstraßen sind 120 km/h erlaubt, auf Landstraßen außerorts 90 km/h", schildert der ÖAMTC-Touristiker. "Im Ortsgebiet gilt zwischen 23 und 5 Uhr eine Sonderregelung, die 60 km/h anstelle der am Tag üblichen 50 km/h erlaubt." Das ist allerdings nicht überall so, in einigen Stadtzentren, beispielsweise in Warschau, sollte man unbedingt auf die örtliche Beschilderung achten. Licht am Tag ist in Polen für alle Kfz verpflichtend vorgeschrieben, daher sollte auch ein Ersatzlampenset an Bord sein. Mietwägen mit polnischem Kennzeichen müssen außerdem mit einem Feuerlöscher ausgestattet sein. Vorsichtig sollte man auch mit dem Alkohol sein: In Polen gelten 0,2 Promille.
* Abweichende Verkehrsbestimmungen in der Ukraine: Im Ortsgebiet gilt generell eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Auf Schnellstraßen sind 110 km/h, auf Autobahnen wie in Österreich 130 km/h erlaubt. "Aus Sicherheitsgründen sind nächtliche Überlandfahrten nicht empfehlenswert. Schlaglöcher und unbeleuchtete Fahrzeuge machen die Straßen bei Dunkelheit sehr gefährlich", hält der ÖAMTC-Experte fest. Im Auto müssen Grüne Versicherungskarte und ein Feuerlöscher mitgenommen werden, außen sollte das "A-Pickerl" kleben. Es gelten 0,0 Promille und die Strafen für alkoholisierte Autofahrer sind ausgesprochen streng: Bereits bei Unfällen mit geringem Personenschaden muss mit einer Freiheitsstrafe gerechnet werden.
* Kriminalität: "Schutzmaßnahmen gegen Autodiebe sind für die Fußball-Fans dringend zu empfehlen", rät der ÖAMTC-Touristiker. "In Frage kommen beispielsweise Lenkradsperrstock, Alarmanlagen oder eine kurzzeitige Vollkaskoversicherung." Auch Ortungsgeräte können, wenn sie gut versteckt angebracht werden, sehr wirkungsvoll sein. Beim ÖAMTC kann ein solcher "Carfinder" für die Reisedauer angemietet werden. Neben den direkten Schutzmaßnahmen sollte man unbedingt sichere Stellplätze wie bewachte Parkplätze oder Garagen benutzen.

Pannenhilfe in den Gastgeberländern der Euro

Vor der langen Fahrt zu den Gastgebern der Europameisterschaft sollte man den Zustand seines Fahrzeuges generell überprüfen. "Kommt es dennoch zu einem technischen Gebrechen, können sich ÖAMTC-Mitglieder vor Ort an die Notrufzentralen der Partnerclubs wenden", empfiehlt Stirnweis. In Polen steht das Emergency Centre "Autotour" des PZM-Clubs 24 Stunden am Tag unter +48 22 532 84 22 zur Verfügung. Die Notrufzentrale ist auch mit deutschsprachigem Personal besetzt.
In der Ukraine wurde ein ähnliches Notruf-Zentrum vom Club "112 UA" eingerichtet, das ebenfalls rund um die Uhr zu erreichen ist. Auch dort steht deutschsprachiges Personal bereit. Zu erreichen ist die ukrainische Notrufzentrale unter +38 097 668 3830, +380 800 505 550 und +38 032 297 6550.
ÖAMTC-Mitglieder können sich an ihrem Stützpunkt für die Reise nach Polen ein kostenloses Touring Set mit Faltkarten, Länderführer, Regionalführer und umfangreichen praktischen Reiseinfos zusammenstellen lassen. Viele weitere Informationen zu Polen und der Ukraine sowie zu allen Reiseländern weltweit bietet die ÖAMTC-Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/laenderinfo.