Lukas, Manuel, ihr seid provokant, rustikal, unangepasst, Kids finden euch cool. Ihr passt so gar nicht ins Format „Song Contest“...
Lukas Plöchl: Irrtum! Was war denn mit Lordi, der Finnen-Band mit den Grusel-Masken oder Alf Poier, der Sechster wurde? Es war oft etwas erfolgreich, das extrem anders war.
Manuel Hoffelner: Auch wenn das Image des Song Contests, sagen wir: nicht cool ist, wer braucht das? Es ist ein Wettbewerb und wir sind zwei Wettbewerbs-Typen.
Euer Song „Woki mit deim Popo“ ist als vulgär, familienuntauglich und als Prolo-Pop bezeichnet worden. Schmerzt das?
Lukas: Prolo-Pop ist für uns überhaupt keine Kritik. Wir bezeichnen uns ja selber als Proleten. Das ist doch nichts Negatives! Das Proletariat war ja früher das Arbeitervolk. Heute wird jemand, der seine Haare hochfrisiert, seine Muskeln herzeigt und geile Felgen auf seinem 200-PS-Auto montiert hat, als Prolet bezeichnet. Sorry, da finde ich nichts Schlechtes daran, so gesehen sind wir gern Proleten. Okay, 200 PS sind nicht unbedingt umweltfreundlich (grinst).
Bringt der Erfolg auch Momente mit sich, die euch total auf die Nerven gehen?
Lukas: Sagen wir so: Wir erleben viel Neues. Es gibt aber Stress-Tage, wo wir am Abend völlig fertig sind. Wir geben zwar gerne Interviews, wenn man aber auf der Straße noch blöd angeredet wird, dann wird’s mühsam.
Was denkt ihr euch in so einem Moment?
Lukas: Naja, ich denk mir, der investiert da zwei Minuten von seiner wertvollen Zeit, dass er mir irgendeinen Blödsinn einedruckt.
Manuel: Das ist ja trotzdem irgendwie eine Anerkennung. Dann soll er uns halt blöd anreden oder von mir aus im Internet irgendwas posten. Er hat ein Problem mit uns, wir aber nicht mit ihm.
Was ist eigentlich, wenn es in Baku nicht klappt, ihr im schlimmsten Fall Letzte werdet? Viele eurer Vorgänger sind nach dem Song Contest schnell in der Versenkung verschwunden …
Lukas: Wir kriegen ja schon laufend Sachen vor die Füße geschmissen, mit denen sich andere Künstler in ihrer ganzen Laufbahn nie beschäftigen müssen. Wir sind auch schon als Sexisten abgestempelt worden. Das muss man einfach abblocken. Wir haben außerdem nicht dieses 08/15-Popsternchen-Image, haben unsere eigene Fan-Base. Natürlich kann man sich mit dem Song Contest etwas kaputt machen, aber ob wir untergehen oder nicht, entscheiden wir immer noch selbst.
Zurück zu euren Texten: „Oida taunz“, „Proleten feiern länger“ oder „Pfiat di Lackerl“. Wo holt ihr euch die Inspiration für diese Texte?
Manuel: Das sind immer Alltags-Situationen. „Pfiat di Lackerl“ ist ein gutes Beispiel. Da ging’s um ein Glasl Wasser, das jemand neben uns getrunken hat. Nicht einmal Alkohol. Wir haben uns angeschaut und gesagt: „Oida, geil, da moch ma a Liadl.“ Da geht es uns vielleicht wie einem Fotografen, der irgendwo im Vorbeigehen zufällig etwas sieht, das ihn fasziniert. Und der blitzschnell entscheidet, dieses Motiv für immer als Bild festzuhalten.
Das Zitat „Du kriagst in Buam ausn Stoi, owa in Stoi ned ausn Buam“ hat fast schon etwas Philosophisches...
Lukas: Das gilt im Prinzip für alles, was man sehr lange macht. Es wird irgendwann ein Teil von dir. Wo du auch hingehst, es bleibt trotzdem in dir drin. In unserem Fall schaut’s so aus, dass wir für immer zwei Landeier bleiben werden (lacht). Zeugt von Beständigkeit.
Mit welcher Musik seid ihr eigentlich aufgewachsen?
Manuel: Ehrlich? Aufgewachsen bin ich mit den Stoakoglern und den Zillertaler Schürzenjägern. Danach kam aber bald der Gangsta-Rap mit 50 Cent und Eminem.
Lukas: Mein Papa kommt aus China. Und weil die Mama kein Musikfan war, gab’s daheim entweder Radioprogramm oder chinesische Musik. Als 13-Jähriger war ich total vom Rap und von der Gangsta-Attitüde beeindruckt. Nichts Schlechtes: Wichtig ist nur, dass du checkst, dass es nicht toll ist, Drogen zu verkaufen. Aber diese Kämpfer-Mentalität, die jeder aus dem Rap für sich heraus holen kann, hilft, seinen eigenen Weg zu gehen.
Hand aufs Herz: Seid ihr schon mal mit einem Glaserl zuviel mit dem Auto von der Disco oder sonstwo heimgefahren?
Manuel: Nein, noch nie.
Lukas: Man sollte ehrlich sein. Bin ich schon einmal mit einem Bier oder so gefahren? Ja. Aber es gibt ein paar Dinge im Leben, die musst du in deinem Kopf festbrennen. Eines davon ist, nicht ins Auto zu steigen, wenn du zuviel getrunken hast.
Lukas Plöchl: Irrtum! Was war denn mit Lordi, der Finnen-Band mit den Grusel-Masken oder Alf Poier, der Sechster wurde? Es war oft etwas erfolgreich, das extrem anders war.
Manuel Hoffelner: Auch wenn das Image des Song Contests, sagen wir: nicht cool ist, wer braucht das? Es ist ein Wettbewerb und wir sind zwei Wettbewerbs-Typen.
Euer Song „Woki mit deim Popo“ ist als vulgär, familienuntauglich und als Prolo-Pop bezeichnet worden. Schmerzt das?
Lukas: Prolo-Pop ist für uns überhaupt keine Kritik. Wir bezeichnen uns ja selber als Proleten. Das ist doch nichts Negatives! Das Proletariat war ja früher das Arbeitervolk. Heute wird jemand, der seine Haare hochfrisiert, seine Muskeln herzeigt und geile Felgen auf seinem 200-PS-Auto montiert hat, als Prolet bezeichnet. Sorry, da finde ich nichts Schlechtes daran, so gesehen sind wir gern Proleten. Okay, 200 PS sind nicht unbedingt umweltfreundlich (grinst).
Bringt der Erfolg auch Momente mit sich, die euch total auf die Nerven gehen?
Lukas: Sagen wir so: Wir erleben viel Neues. Es gibt aber Stress-Tage, wo wir am Abend völlig fertig sind. Wir geben zwar gerne Interviews, wenn man aber auf der Straße noch blöd angeredet wird, dann wird’s mühsam.
Was denkt ihr euch in so einem Moment?
Lukas: Naja, ich denk mir, der investiert da zwei Minuten von seiner wertvollen Zeit, dass er mir irgendeinen Blödsinn einedruckt.
Manuel: Das ist ja trotzdem irgendwie eine Anerkennung. Dann soll er uns halt blöd anreden oder von mir aus im Internet irgendwas posten. Er hat ein Problem mit uns, wir aber nicht mit ihm.
Was ist eigentlich, wenn es in Baku nicht klappt, ihr im schlimmsten Fall Letzte werdet? Viele eurer Vorgänger sind nach dem Song Contest schnell in der Versenkung verschwunden …
Lukas: Wir kriegen ja schon laufend Sachen vor die Füße geschmissen, mit denen sich andere Künstler in ihrer ganzen Laufbahn nie beschäftigen müssen. Wir sind auch schon als Sexisten abgestempelt worden. Das muss man einfach abblocken. Wir haben außerdem nicht dieses 08/15-Popsternchen-Image, haben unsere eigene Fan-Base. Natürlich kann man sich mit dem Song Contest etwas kaputt machen, aber ob wir untergehen oder nicht, entscheiden wir immer noch selbst.
Zurück zu euren Texten: „Oida taunz“, „Proleten feiern länger“ oder „Pfiat di Lackerl“. Wo holt ihr euch die Inspiration für diese Texte?
Manuel: Das sind immer Alltags-Situationen. „Pfiat di Lackerl“ ist ein gutes Beispiel. Da ging’s um ein Glasl Wasser, das jemand neben uns getrunken hat. Nicht einmal Alkohol. Wir haben uns angeschaut und gesagt: „Oida, geil, da moch ma a Liadl.“ Da geht es uns vielleicht wie einem Fotografen, der irgendwo im Vorbeigehen zufällig etwas sieht, das ihn fasziniert. Und der blitzschnell entscheidet, dieses Motiv für immer als Bild festzuhalten.
Das Zitat „Du kriagst in Buam ausn Stoi, owa in Stoi ned ausn Buam“ hat fast schon etwas Philosophisches...
Lukas: Das gilt im Prinzip für alles, was man sehr lange macht. Es wird irgendwann ein Teil von dir. Wo du auch hingehst, es bleibt trotzdem in dir drin. In unserem Fall schaut’s so aus, dass wir für immer zwei Landeier bleiben werden (lacht). Zeugt von Beständigkeit.
Mit welcher Musik seid ihr eigentlich aufgewachsen?
Manuel: Ehrlich? Aufgewachsen bin ich mit den Stoakoglern und den Zillertaler Schürzenjägern. Danach kam aber bald der Gangsta-Rap mit 50 Cent und Eminem.
Lukas: Mein Papa kommt aus China. Und weil die Mama kein Musikfan war, gab’s daheim entweder Radioprogramm oder chinesische Musik. Als 13-Jähriger war ich total vom Rap und von der Gangsta-Attitüde beeindruckt. Nichts Schlechtes: Wichtig ist nur, dass du checkst, dass es nicht toll ist, Drogen zu verkaufen. Aber diese Kämpfer-Mentalität, die jeder aus dem Rap für sich heraus holen kann, hilft, seinen eigenen Weg zu gehen.
Hand aufs Herz: Seid ihr schon mal mit einem Glaserl zuviel mit dem Auto von der Disco oder sonstwo heimgefahren?
Manuel: Nein, noch nie.
Lukas: Man sollte ehrlich sein. Bin ich schon einmal mit einem Bier oder so gefahren? Ja. Aber es gibt ein paar Dinge im Leben, die musst du in deinem Kopf festbrennen. Eines davon ist, nicht ins Auto zu steigen, wenn du zuviel getrunken hast.



![[13357786932495_1.jpg]](/media/image/2012.04.30/13357786932495_1.jpg?1335778695)