ÖAMTC ortet Chaos bei Wiener Kurzparkzonenerweiterung

Club sieht Chance auf zeitgemäßes Modell vertan

Aus Anlass der Ankündigungen, dass kommende Woche das Gebiet der erweiterten Kurzparkzonen festgelegt wird, fasst der ÖAMTC nochmals seine massiven Bedenken zusammen:

Offenbar hat sich der 16. Bezirk mit seiner „Das Maximum ist für uns gerade gut genug“-Linie durchgesetzt und damit erzwungen, dass die Außengrenze der blauen Zone in den Nachbarbezirken weiter außen verlegt wird, als ursprünglich geplant war.
ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer bezweifelt, dass die allzu großzügige Ausdehnung sogar bis über die Vorortelinie hinaus verfassungsrechtlich zulässig ist. Alles außerhalb der Achse Sandleitengasse-Maroltinergasse wäre jedenfalls ein „schlechter Witz“.

Unklar ist, was im 15. Bezirk passiert: Wird die Zone rund um die Stadthalle zeitlich verändert oder gibt es künftig Konflikte an den Grenzbereichen mit den Nachbarn? Sinngemäß ähnliche Fragen werden sich im 14. Bezirk stellen. Die massivsten Verkehrsbelastungen rund um das Hanappi-Stadion bei Fußballspielen wird die Neuregelung aber sicher nicht beseitigen.

Vertan wird laut ÖAMTC überdies die einmalige Chance, ein modernes Modell mit abgestuften Tarifen und flexibleren Parkzeiten zu schaffen, ohne die Nachteile einer Kurzparkzone in Kauf nehmen zu müssen.

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