Am 13. März wurde mit 124,59 Dollar bzw. 95,42 Euro pro Barrel der bisherige Jahreshöchststand des Ölpreises verzeichnet. Seitdem ist der Preis um rund acht Dollar bzw. sieben Euro zurückgegangen. "Das entspricht einem Preisrückgang von sieben Prozent pro Barrel. Angesichts dieser Entwicklung müsste der Sprit an heimischen Tankstellen im Schnitt um rund fünf Cent billiger geworden sein", verdeutlicht ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.
ÖAMTC fordert: Ungerechtfertigt hohe Spritpreise um fünf Cent senken
Starke Preisrückgänge an den internationalen Märkten sofort an Kunden weitergeben
War ein Liter Super am 13. März noch um durchschnittlich 1,487 Euro pro Liter zu haben, zahlt man heute einen Durchschnittspreis von 1,530 Euro pro Liter. "Anstatt die günstigeren Ölpreise an die Kunden weiterzugeben, steigen die Preise weiter ins Unermessliche", empört sich die ÖAMTC-Expertin. Auch bei Diesel zeigt sich mit einem Rückgang von einem halben Cent pro Liter kaum eine Verbesserung. Der Durchschnittspreis für Diesel lag am 13. März bei 1,442 Euro pro Liter. Heute, am 20. April, liegt der Durchschnittspreis bei 1,437 Euro pro Liter.
"Angesichts der derzeitigen Ölpreise hat die Mineralölwirtschaft keinerlei Ausreden für die hohen Spritpreise. Die einzige Konsequenz kann nur eine sofortige Preissenkung sein", appelliert Brandau abschließend.