ÖAMTC: "DUNLOP Drift Challenge Austria powered by DOTZ Tuning Wheels" startet wieder durch (+ Foto)

Wechselhaftes Wetter und eine selektive Strecke sorgten im Fahrtechnik Zentrum Saalfelden/Brandlhof für teils überraschende Ergebnisse

Am 14. und 15. April war es endlich soweit: Die "DUNLOP Drift Challenge Austria 2012 powered by DOTZ Tuning Wheels" startete in ihre vierte Staatsmeisterschafts-Saison. Trotz widriger Witterungsverhältnisse war die Auftaktveranstaltung im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Saalfelden/Brandlhof ein voller Erfolg. 55 Teilnehmer – so viele wie nie zuvor – nahmen die Drift Strecke in Angriff. Der erstmals in einer neuen Variante geführte Kurs hatte es in sich, am Trainingstag hatten sogar die arrivierten Fahrer Probleme mit der 1.000 m langen Strecke. Wie selektiv der heurige Auftaktbewerb wirklich war, sollte sich am Renntag anhand einiger Überraschungen eindrucksvoll bestätigen.

Business as usual bei den Rennfahrzeugen…

Alois Pamper, dreifacher Staatsmeister in der Kategorie Rennfahrzeuge, ist in den vergangenen Jahren in Saalfelden nicht zu schlagen gewesen. Dementsprechend bliesen die Konkurrenten zum Generalangriff auf den Steirer. Als ambitioniertester Herausforderer erwies sich Luka-Marko Groselj, der in der heurigen Saison von den Serienfahrzeugen in die Rennklasse wechselte. Der Slowene, der die österreichische Drift Szene mit seiner innovativen Fahrweise mitgeprägt hat, zeigte im zweiten Wertungslauf eine furiose Fahrt. Pamper konterte jedoch im Stil eines echten Champions. Mit dem Punktemaximum der Drift Jury und der schnellsten Rundenzeit zeigte er der Konkurrenz deutlich, wer der beste Quertreiber ist.
Pamper sicherte sich mit dieser bravourösen Leistung souverän den Tagessieg und führt damit auch die Zwischenwertung der Drift Staatsmeisterschaft in der Kategorie Rennfahrzeuge an. Luka-Marko Groselj musste sich mit Rang zwei begnügen. Das Stockerl komplettierte nach einer entfesselten Fahrt im dritten Wertungslauf überraschend der Niederösterreicher Christian Gunzinam.

…und faustdicke Überraschungen in den anderen Klassen

Im Gegensatz zur Vorstellung des einmal mehr unschlagbaren Alois Pamper gab es bei den Serienfahrzeugen eine große Überraschung. Die neue Streckenvariante kam dem amtierenden Staatsmeister Thomas Graf überhaupt nicht entgegen, der Titelverteidiger musste sich am Ende mit dem dritten Platz zufrieden geben. Sieger in der Kategorie Serienfahrzeuge wurde in seiner erst zweiten Drift Saison Thomas Kienast aus Niederösterreich. Platz zwei ging an den von Insidern als Hauptkonkurrenten Grafs eingestuften Martin Simon.
Auch in den anderen Klassen gab es überraschende Ergebnisse. Bei den Rennfahrzeugen der kleinen Hubraumklasse (R1) konnte erstmals Michael Blümel den langersehnten Sieg einfahren. Favorit Rupert Schachinger musste sich mit Platz zwei zufriedengeben, der dritte Platz ging an Newcomer Robert Temmel, der mit diesem Saisonstart mehr als zufrieden sein kann.
In der Klasse der Serienfahrzeuge bis 2.500 ccm (S1) konnte Favorit Mario Kranabetter nicht voll überzeugen. Im alles entscheidenden dritten Wertungslauf versagten seine Nerven – was von der Konkurrenz sofort ausgenutzt wurde. So fuhr Wolfgang Schmid zu seinem ersten Klassensieg vor Marco Hasenhüttl. Kranabetter wurde Dritter, kann aber für die noch kommenden Läufe auf seine jahrelange Erfahrung vertrauen.

Hochspannung bei den Allradfahrzeugen, Frauen-Power in Saalfelden

Die mit Abstand spektakulärsten Kämpfe gab es wieder bei den Allrad-Fahrzeugen. Auch hier enttäuschte der aktuelle Meister, der Deutsche Javuz Baykara, mit einem vierten Platz. Und einmal mehr war es ein Underdog, der dem Titelverteidiger die Show stahl: Markus Felbauer hatte einen durchwachsenen ersten Wertungslauf und fand sich in der Zwischenwertung auf dem letzten Platz wieder. Mit der Wut im Bauch steigerte sich der Oberösterreicher in der Folge extrem und schnappte sich den Tagessieg der Allrad-Autos mit einem regelrechten Höllenritt im dritten Lauf. Knapp dahinter wurde der erfahrene Tscheche Martin Jansa Zweiter. Den dritten Platz belegte mit Christian Kornherr ein weiterer Newcomer.
Für Furore sorgten auch die Drift-Ladies. Beste Querfahrerin war wieder einmal Brigitte Schmalzl, die knapp hinter ihrem Mann Christoph auf Gesamtrang 25 landete. Martina Patka schaffte bei ihrem ersten Antreten in Saalfelden einen guten 33. Platz und Gabriele Gluschitsch konnte bei ihrer ersten Drift-Challenge überhaupt immerhin einen der männlichen Gegner hinter sich lassen.
Der nächste Lauf zur "DUNLOP Drift Challenge Austria 2012 powered by DOTZ-Tuning-Wheels" findet am 11. und 12. Mai im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum St. Veit/Glan statt. Alle Ergebnisse und weitere Informationen findet man auf www.driftchallenge.at.
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