Überraschungen mögen wir gar nicht. Fehlende Kontrolle sowieso nicht. Aber sicher wollen wir uns fühlen; und geborgen, umsorgt, mit Komfort verwöhnt. Für alle Eventualitäten des Straßenlebens wollen wir gerüstet sein und trotzdem keimt im Inneren still die Sehnsucht nach dem Abenteuer – welches Motorrad kann uns dieses Wunsch-Potpourri erfüllen? Eine Groß-/Reise-/ich-kann-alles-Enduro idealerweise. Honda bringt nun so ein Ding neu auf den Markt, die Crosstourer. Ein solides, durchdachtes Eisen, komfortabel, handlich und manierlich. Mit lustvollem V4 und – tusch, trara – Doppelkupplungsgetriebe. Ab 15.990 Euro.
Was ist sie denn, was kann sie denn? Wären Logo und Schriftzug nicht zu sehen, man würde die Crosstourer trotzdem nach wenigen Minuten Fahrt als Honda identifizieren. Das fährt, lenkt, bremst, federt, dämpft, klingt und sieht aus wie eine Honda; und das ist wirklich nicht negativ gemeint. Wer eine Honda kauft, erwartet zumeist viel, idealerweise Problemlosigkeit, vor allem aber Perfektion, weniger Emotion. Draufsetzen, losfahren und augenblicklich wohlfühlen – dieses, von Honda selbst kreierte Anforderungsprofil, erfüllt eben auch die manierliche Crosstourer.
Die Reise-Enduro gefällt auf einer ersten Ausfahrt mit ihrem transparentem, soliden Handling – die vollgetankt vorhandenen 275 Kilogramm merkt man ihr dabei zunächst gar nicht an. Erst bei schnellen Richtungswechseln und beim Rangieren am Parkplatz wird man auf das üppige Gewicht aufmerksam. Sofort arrangieren konnten wir uns mit der gelungenen, komfortablen Fahrwerksabstimmung. Anders als auf der BMW GS sitzt man auf der Crosstourer übrigens kompakter, versammelter. Trotz der rechten breit bauenden Front. Der Kniewinkel passt soweit, Langbeinigen könnte er auf Dauer aber vielleicht zu gering sein. Lobend erwähnt sei zudem der (aus der VFR1200F stammende) 1200er-V4, wobei die Gemeinsamkeit der beiden Triebwerke eigentlich beim Motorblock endet. Der Kopf des um 76 Grad gespreizten Motors wurde nämlich komplett neu gestaltet, sprich andere Einlass- und Auslasskanäle, Nockenwelle etc. Ein dementsprechend anderes Temperament erwartet den Fahrer dann auch; die Crosstourer kommt geradlinig und bullig aus dem Drehzahlkeller, gefällt mit ihrer direkten Art bis in den fünfstelligen Kurbelwellen-Umdrehungsbereich.
Vorteil Doppelkupplungs-Getriebe. Auf ein Motorrad zu steigen bei dem der Kupplungshebel fehlt, ist zuallererst einmal emotional befremdlich. Am Roller nicht, da kennt man kaum anderes. Aber am Motorrad? Nach einigen Kilometern muss eigentlich die Gegenfrage gestellt werden: Wieso überhaupt noch selber schalten? Der zweistufige Automatik-Modus reicht in den meisten Situation völlig aus – Bummeltempo: Normaler D-Modus, das System schaltet früh in den nächsten Gang, hält damit Motordrehzahl und Lärmniveau gering, spart zudem Sprit. Flottes Landstraßentempo: S-Modus, das System dreht die Gänge aus, schaltet schneller, hält immer den richtigen Gang bereit. Perfekt. Aber: Keine Sorge, manuell schalten ist trotzdem möglich, entweder per Handschalter oder per optionalem Fußhebel (ca. 350 Euro extra). Einziger Wermutstropfen: Das Doppelkupplungs-Getriebe kostet 1.500 Euro extra.
Apropos Preis: Die Crosstourer kostet 15.990 Euro, inklusive sanft regelnder und ausschaltbarer Traktionskontrolle, inklusive ABS, inklusive verstellbarem Windschild (das bei langen Autobahnetappen allerdings nur mäßigen Schutz bietet.)
Was ist sie denn, was kann sie denn? Wären Logo und Schriftzug nicht zu sehen, man würde die Crosstourer trotzdem nach wenigen Minuten Fahrt als Honda identifizieren. Das fährt, lenkt, bremst, federt, dämpft, klingt und sieht aus wie eine Honda; und das ist wirklich nicht negativ gemeint. Wer eine Honda kauft, erwartet zumeist viel, idealerweise Problemlosigkeit, vor allem aber Perfektion, weniger Emotion. Draufsetzen, losfahren und augenblicklich wohlfühlen – dieses, von Honda selbst kreierte Anforderungsprofil, erfüllt eben auch die manierliche Crosstourer.
Die Reise-Enduro gefällt auf einer ersten Ausfahrt mit ihrem transparentem, soliden Handling – die vollgetankt vorhandenen 275 Kilogramm merkt man ihr dabei zunächst gar nicht an. Erst bei schnellen Richtungswechseln und beim Rangieren am Parkplatz wird man auf das üppige Gewicht aufmerksam. Sofort arrangieren konnten wir uns mit der gelungenen, komfortablen Fahrwerksabstimmung. Anders als auf der BMW GS sitzt man auf der Crosstourer übrigens kompakter, versammelter. Trotz der rechten breit bauenden Front. Der Kniewinkel passt soweit, Langbeinigen könnte er auf Dauer aber vielleicht zu gering sein. Lobend erwähnt sei zudem der (aus der VFR1200F stammende) 1200er-V4, wobei die Gemeinsamkeit der beiden Triebwerke eigentlich beim Motorblock endet. Der Kopf des um 76 Grad gespreizten Motors wurde nämlich komplett neu gestaltet, sprich andere Einlass- und Auslasskanäle, Nockenwelle etc. Ein dementsprechend anderes Temperament erwartet den Fahrer dann auch; die Crosstourer kommt geradlinig und bullig aus dem Drehzahlkeller, gefällt mit ihrer direkten Art bis in den fünfstelligen Kurbelwellen-Umdrehungsbereich.
Vorteil Doppelkupplungs-Getriebe. Auf ein Motorrad zu steigen bei dem der Kupplungshebel fehlt, ist zuallererst einmal emotional befremdlich. Am Roller nicht, da kennt man kaum anderes. Aber am Motorrad? Nach einigen Kilometern muss eigentlich die Gegenfrage gestellt werden: Wieso überhaupt noch selber schalten? Der zweistufige Automatik-Modus reicht in den meisten Situation völlig aus – Bummeltempo: Normaler D-Modus, das System schaltet früh in den nächsten Gang, hält damit Motordrehzahl und Lärmniveau gering, spart zudem Sprit. Flottes Landstraßentempo: S-Modus, das System dreht die Gänge aus, schaltet schneller, hält immer den richtigen Gang bereit. Perfekt. Aber: Keine Sorge, manuell schalten ist trotzdem möglich, entweder per Handschalter oder per optionalem Fußhebel (ca. 350 Euro extra). Einziger Wermutstropfen: Das Doppelkupplungs-Getriebe kostet 1.500 Euro extra.
Apropos Preis: Die Crosstourer kostet 15.990 Euro, inklusive sanft regelnder und ausschaltbarer Traktionskontrolle, inklusive ABS, inklusive verstellbarem Windschild (das bei langen Autobahnetappen allerdings nur mäßigen Schutz bietet.)

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