AUSSEN & INNEN
Obwohl der neue Kia Picanto und der seit Jahren beliebte Hyundai i10 aus einem Konzern kommen, könnten sie optisch kaum unterschiedlicher sein. Hier der unauffällige i10, da der trendige und auffällige Picanto. Auch der Chevrolet Spark zeigt mit seinen spitz zur A-Säule zulaufenden Scheinwerfern reichlich Pepp im Blech.
Trotz kurzer Karosserie-Abmessungen von rund 3,6 Metern überraschen alle drei Kleinwagen mit passablem Platzangebot. Am luftigsten lebt sich’s dennoch im Picanto. Ein deutliches Ausrufezeichen setzt er bei den Sitzen: ausgesprochen bequem, gut konturiert und einfach verstellbar. Ernst nimmt Kia auch das Thema Verarbeitungs- und Material-Qualität. Keiner der beiden anderen Kandidaten kann dem Picanto hier das Wasser reichen.
Wer Platz zum Transportieren sucht, wird beim fünftürigen Trio nur bedingt fündig. Dafür eignen sich die Vertreter der teureren Viermeter-Liga à la VW Polo & Co. eindeutig besser. Trotzdem: Solide 200 Liter bei aufgestellten Rücksitzen machen den Kia Picanto zu mehr als nur einem Zweitwagen fürs Einkaufen.
Funktionell und am besten durchdacht ist auch das Cockpit des Kia Picanto. Er verfügt auch über die mit Abstand meisten und größten Ablagemöglichkeiten. Spürbar zusammenrücken müssen Insassen im Chevrolet Spark. Außerdem stören die viel zu kurzen Schenkelauflagen und deutlich weniger bequeme Vordersitze. Das Kofferraumvolumen im Spark ist mit 170 Litern das kleinste im Trio. Immerhin verfügt er wie die beiden anderen Kandidaten über geteilt umlegbare Rücksitze. Das tadellos funktionelle Spark-Cockpit hat einen Nachteil: den bei einfallendem Sonnenlicht schlecht ablesbaren Bordcomputer.
Im Hyundai i10 geht’s ähnlich luftig wie im Picanto-Innenraum zu. Lobenswert bei ihm: die langen Schenkelauflagen der Sitze. Im Fond muss man dafür mit einer etwas geringeren Kniefreiheit leben. Mit soliden 225 Litern (größter Kofferraum im Vergleich) bei aufgestellten Rücksitzen, einfacher Beladung und niedrigster Ladekante erfüllt der i10 die Vorgaben für zwei Erwachsene plus Kind noch am ehesten. Tadellos: das funktionelle Cockpit.