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    10.02.2011
    Autor:
    Alexander Fischer

    Fahrbericht: Subaru Trezia

    Unterwegs im neuen Klein-Van der Japaner.

    02 2011 subaru trezia a © Archiv
    Neu in der Subaru-Familie: der Trezia, ein knapp vier Meter langer und rund 1,7 Meter breiter Van. Für Subaru eher untypisch: Allradantrieb und Boxermotor fehlen.
    Eingefleischte Subaru Fans müssen ab nun sehr tapfer sein – und zur allgemeinen Erklärung: Der Trezia hat keinen (wie bei Subaru sonst üblichen) Boxer-Motor und auch keinen Allrad-Antrieb (zumindest nicht in Europa). Der Trezia ist eigentlich ein Toyota, an dem Subaru-Techniker mitgearbeitet haben – woran genau ist leider nicht überliefert. Vor allem aber ist der Trezia ein Versuch, mehr Subarus auf die Straßen zu bringen. Ein erster (erfolgreicher) Schritt in diese Richtung war die Einführung des Diesel-Boxer-Motors, als zweiter Schritt folgt nun der Einstieg in das Segment der Klein-Vans. Um dabei nicht komplettes Neuland betreten zu müssen (schließlich hat der Trezia in der Firmen-Historie keinerlei Vorfahren) suchte Subaru die Kooperation mit einem anderen Hersteller, und fand in Toyota den passenden Partner. Folglich wird es den Trezia in wenigen Wochen auch als Toyota Verso S geben.
    Beim ersten Kontakt wird dieses Naheverhältnis dann auch augenscheinlich. Bei Lenkrad, Tasten und Innenraumdesign zeigt sich, dass die Toyota-Techniker klar federführend waren. Ein zusätzlicher Partnerschaftsbeweis: der Toyota-Schritzug auf den Seitenfenstern. Immerhin darf der Trezia zumindest äußerlich mit eigenständiger Front auf sich aufmerksam machen.
    Gut gelungen ist in jedem Fall der Falt-Mechanismus für die hinteren Sitze des knapp vier Meter langen Vans. Ein Zug am Hebel im Kofferraum oder seitlich der Sitzflächen, und das Gestühl faltet sich artig zusammen. Sehr gut. Auch gut: Nach dem Umklappen aller drei Sitze bleibt eine beinahe ebene Ladefläche. Wie man es sich bei einem Auto dieser Kategorie wünscht, verfügt der Innenraum über zahlreiche Ablage-Möglichkeiten und Staufächer. Wünschenswert wären allerdings auch bequemere Sitze sowie eine Tipp-Funktion für den Blinker. Das Raumgefühl ist für ein Fahrzeug dieser Größenordnung passabel, vier Durchschnitts-Erwachsene finden jedenfalls ausreichend Platz. Eine erste Landstraßen-Ausfahrt brachte zudem die Erkenntnis, dass das Fahrwerk des Trezia (unerwartet) straff abgestimmt ist, der 1,4-l-Diesel seine Arbeit mit recht kernigem Klang verrichtet und die Windgeräusche im Bereich der A-Säule deutlich wahrnehmbar sind.
    An Antriebsvarianten werden vorläufig ein 1,3-l-Benziner (99 PS, nur mit manuellem 6-Gang-Getriebe erhältlich) sowie ein 1,4-l-Diesel (90 PS) angeboten. Beim Benziner stellt Subaru seine Kunden vor eine schwierige Entscheidung: Ist nämlich eine Klimaanlage erwünscht, muss zur rund 3.000 Euro teureren "Comfort" Ausstattung (inkl. Alu-Felgen, besserem Radio etc.) gegriffen werden. Das ist aber insofern schade, da bereits die Basis-Variante ("Classic") sehr viele Komfort- und Sicherheits-Features (u.a. Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags, CD-Radio mit AUX-/USB-Eingang, ESP, ABS) zu einem fairen Preis (14.990 Euro) serienmäßig inkludiert. Beim Diesel-Modell wird nur eine Ausstattungs-Version angeboten, dafür kann der Kunde zwischen zwei Getriebe-Varianten wählen – entweder wird das 6-Gang-Getriebe manuelles geschalten, oder automatisiert. . Preise für die Dieselmodelle: 19.490 Euro (mit Handschaltung), 20.990 Euro. Wirklich schade ist, dass ein Tempomat nicht einmal gegen Aufpreis erhältlich ist. Zur Markteinführung Anfang März stehen alle Versionen zur Verfügung, bis Ende März werden die Diesel-Modelle noch zum Preis der Benzin-Versionen angeboten.