Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten im Vorjahr (immerhin feierte man den 200. Geburtstag der Marke) wurde die neue Formensprache präsentiert, die zukünftig alle Peugeot-Modelle in ähnlicher Form übernehmen werden. Die Unterschiede kurz erläutert: Breiter Kühlergrill und die riesigen, mandelförmigen Scheinwerfer sind passé, ab sofort – so der Pressetext – setzt man auf "katzenartige Scheinwerfer", "Rückleuchten mit Krallenoptik" und "klare, ausgewogene Karosserieformen". Ein vollkommen neues Design also, ein neues Auto und ein neuerlicher Versuch, in der Mittelklasse (wo sich französische Marken tendenziell eher schwer tun) mit Kombi und Limousine zu punkten. Der ab März erhältliche 508 ist daher gewissermaßen Botschafter, Wegbereiter und Versuchskandidat in einem.
Aktuelles
Lückenfüller im neuen Gewand
Peugeot 508: Erste Kilometer im neuen Mittelklasse-Modell der Franzosen.
Unterwegs. Fahrtechnisch braucht sich der 508 nicht vor den Klassen-Klassikern VW Passat, Ford Mondeo oder Opel Insignia zu verstecken. Straff-komfortabel rollt er über diverse Asphalt-Unebenheiten, stets ein solides, sattes Fahrverhalten vermittelnd. Bei kurzen Stößen poltert er zwar ein wenig, doch das kommt auch bei der Konkurrenz vor (so sie ebenfalls mit Niederquerschnitts-Reifen bestückt ist). Ob allerdings die Windgeräusche im Bereich der A-Säule deswegen aufgefallen sind, weil sonstige Nebengeräusche (vor allem jene der Motoren) so gut gefiltert werden, oder weil es auf Fahrerhöhe tatsächlich lauter als sonst zugeht, lässt sich wohl nur in einem direkten Vergleich klären.
Innenraum. Wirklich zu bemängeln ist hingegen die geringe Anzahl an Ablagen. Handy, Schlüssel & Co, also Dinge die nach dem Einsteigen rasch abgelegt werden wollen, finden leider nur in den großen Seitenfächern oder unterhalb der seitlich aufklappbaren Armlehne in der Mittelkonsole Platz. Raum für Fahrer und Passagiere hingegen gibt es ausreichend, selbst hinter langbeinigen Piloten beginnt es im Fußraum in Reihe zwei nicht zu zwicken. Beim Kombi-Modell gefällt zudem der wenig zerklüftete Kofferraum mit seiner ebenen Ladefläche. Trotzdem muss bei der Beladung mit sperrigen und schweren Gegenständen mit Vorsicht agiert werden, da die recht breite Stoßstange plus eine weitere Schwelle überwunden werden muss.
Innovativ. Einen wirklich positiven Eindruck hinterlässt das neu gestaltete Head-up-Display. Bei Peugeot werden Geschwindigkeit und Navi-Informationen ja nicht an die Windschutzscheibe projiziert, sondern auf eine extra ausfahrende, kleine Kunststoff-Scheibe – diese ist beim 508 nicht mehr klarsichtig (wie bei anderen Peugeot-Modellen), sondern schwarz. Zudem werden die eingeblendeten Infos nicht (wie bisher) in orange dargestellt, sondern mehrfarbig. Ergebnis: Die Anzeige wirkt insgesamt hochwertiger und ist zudem auch noch deutlicher ablesbar.
Versionen und Motoren. Gleich zur Markteinführung stehen zwei Modelle und zahlreiche Versionen zur Verfügung. Prinzipiell kann zwischen klassischer Limousine und Kombi (bei Peugeot SW genannt) gewählt werden. Die angebotene Motorenpalette inkludiert zwei Benzin- (120 und 156 PS) sowie vier Diesel-Varianten (112, 140, 163 und 204 PS). Je nach Motorisierung stehen zudem automatisierte Sechs-Gang-Getriebe, Fünf- bzw. Sechs-Gang-Handschalter sowie eine Sechs-Gang-Automatik zur Verfügung. Ein Start-Stopp-System gibt es vorläufig überhaupt nur in Kombination mit dem schwächsten Diesel und automatisiertem Getriebe. Die Hybrid-Variante des 508 kommt dann 2012 auf den Markt.
Preise. Bei 24.500 bzw. 25.900 Euro (Limousine bzw. SW, beide als 1,6 VTi 120 ASG6) beginnen die 508-Preise – und enden bei 38.800 bzw. 40.700 Euro (Limousine bzw. SW, beide als 2,2 HDi 200 FAP Tiptronic).



![[1295961716_1.jpg]](/media/image/2011.01.25/1295961716_1.jpg?1295958935)
![[1295963933_1.jpg]](/media/image/2011.01.25/1295963933_1.jpg?1295958954)
![[1295967876_1.jpg]](/media/image/2011.01.25/1295967876_1.jpg?1295959094)
![[1295968404_1.jpg]](/media/image/2011.01.25/1295968404_1.jpg?1295958949)