Nothilfe aktuell

Einsatzreicher Sommer für Schutzbrief-Nothilfe und Pannenhilfe

euro einsatztruppe stadion2 © alfred obermayr
ÖAMTC-Pannenhilfe vor dem Ernst-Happel-Stadion

Über 850 Krankenrücktransporte und 2.600 Rückholungen von defekten Fahrzeugen

Für die Teams der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe und der ÖAMTC-Pannenhilfe ist der Sommer eine besonders arbeitsintensive Zeit. Auch in diesem Jahr hatten die Gelben Engel alle Hände voll zu tun. Von 1. Juni bis 7. September verzeichnete die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe 55.518 Anrufe. Der einsatzstärkste Monat war der August mit knapp über 20.000 Anrufen.

Heimtransporte

Für 852 verletzte oder erkrankte Personen organisierte der Club den Heimtransport nach Österreich. Der Club kümmerte sich auch um die Fahrzeuge der Patienten, wenn diese nicht mehr selbst nachhause gefahren werden konnten. Der ÖAMTC-Schutzbrief deckt außerdem auch Abschleppungen oder Pannenhilfe im Ausland ab. Der Club kümmert sich auch um den Versand von Ersatzteilen. Wenn das Fahrzeug im Urlaubsort streikt, organisiert der ÖAMTC die Heimreise für die Mitglieder. Auch der Rücktransport des defekten Fahrzeuges über weite Distanzen wird vom Club übernommen. 2.600 Mal wurde dieses Service in Anspruch genommen. Am häufigsten wurde die Hilfe des Clubs während des Sommers in Österreich benötigt, gefolgt von Italien, Deutschland und Kroatien.

Wie rasch ein Urlaub ein dramatisches Ende nehmen kann, zeigen folgende Fälle:
  • Ein 40-jähriger Wiener wurde beim Joggen in Udine (Italien) von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Der Club brachte ihn mit einem Intensivmobil ins Heimatkrankenhaus.
  • Nach einem schweren Radunfall wurde eine 30-jährige Oberösterreicherin mit einem Ambulanzflugzeug des ÖAMTC von Fuerteventura (Spanien) in das Heimatkrankenhaus nach Vöcklabruck gebracht.
  • Beim Golfspielen in Madeira (Portugal) brach ein 69-jähriger Niederösterreicher plötzlich zusammen. Auch er wurde vom Club mit einem Ambulanzflugzeug zur Weiterbehandlung nach Österreich geflogen.
  • Bei einem Spaziergang stürzte eine 56-jährige Steirerin in Frankreich so unglücklich, dass sie sich einen Bruch des Ellbogens und Handgelenks zuzog. Der Club organisierte einen Linienflug und entsandte einen Sanitäter als Flugbegleitung.

Alleine für diese vier Rückholtransporte entstanden Kosten in der Höhe von 51.280 Euro. Da alle Mitglieder über einen gültigen Schutzbrief verfügten, sind die Hilfeleistung, die gesamten Transportkosten sowie auch die Krankenhauskosten im Ausland zu 100 Prozent abgedeckt.

Weitere Informationen zum ÖAMTC-Schutzbrief finden Sie in der Linkbox.

Pannenhilfe hatte Einsatzhoch im Juli

Auch die ÖAMTC-Pannenfahrer hatten viel zu tun. 123.400 Pannenhilfen wurden im Zeitraum 1. Juni bis 7. September österreichweit geleistet. Normalerweise gibt es etwa 1.600 Einsätze pro Tag. In den Sommermonaten waren es bis zu 2.100.

Am meisten zu tun gab es im Juli. 57.219 Mal mussten die Gelben Engel in diesem Monat ausrücken. Die meisten Juli-Einsätze gab es in der Bundeshauptstadt Wien mit 12.387 Einsätzen.
Es folgen die Bundesländer:
• Niederösterreich (31.039 Einsätze)
• Oberösterreich (18.082)
• Steiermark (17.355)
• Tirol (13.465)
• Kärnten (11.286)
• Salzburg (7.796)
• Vorarlberg (4.214)
und Burgenland (3.638)

Die häufigsten Pannengründe waren: leere Batterien, Startprobleme, Reifenschäden und Schwierigkeiten mit dem Motormanagement.