Aktuelle Tests

16 Schi- und Snowboardhelme im Test

Fast alle sind gut, aber keiner ist perfekt

Schi- und Snowboardhelme können erwiesener Maßen schwere Schädel- Hirnverletzungen vermeiden. Grund genug für den ÖAMTC, sich dieser Thematik vermehrt anzunehmen und technische Weiterentwicklungen genau mit zu verfolgen. Ein standardisiertes Testverfahren soll zudem Helme jährlich auf ihre Sicherheit überprüfen. Um dem Verbraucher einen Überblick über das üppige und ständig wachsende Marktangebot zu verschaffen, hat der ÖAMTC dieses Jahr 16 Helme einem umfangreichen Sicherheitscheck unterzogen.

Testergebnisse

13 Helme konnten mit "Gut" bewertet werden und nur für drei gab es ein "Befriedigend". Allerdings konnte kein Helm ein "Sehr Gut" erreichen. Das lässt auf viel Entwicklungspotenzial vor allem in den Bereichen Stoßdämpfung und Belüftung schließen.

Das beste Gesamtergebnis erreicht der Head Sensor, der in allen Prüfbereichen - Sicherheit und Komfort - überzeugen konnte. Nicht überzeugen konnte hingegen der Cébé Spyner Flex. Auch wenn die flexible Helmschale prinzipiell eine gute Idee ist, so lässt die Umsetzung doch zu wünschen übrig. Der Helm fällt zu klein aus, drückt und ist schlecht belüftet.

Auch günstige Produkte sind sicher

Die breitgefächerte Angebotspalette an guten Produkten hat den Vorteil, dass es nahezu für jeden Geschmack und jedes "Geldbörsel" den optimalen Helm gibt. Selbst die günstigen Produkte weisen keine Schwächen bei der Sicherheit auf. Lediglich bei Komfort und Verarbeitung müssen bei manchen Modellen Abstriche gemacht werden.

Tipps für den Helmkauf

Für den Helmkauf sollte man auf jeden Fall ausreichend Zeit einplanen, denn jeder in Frage kommende Helm muss unbedingt anprobiert werden. Der ideale Helm sollte nicht zu locker sitzen und darf auch nicht verrutschen. Vorhandene Schibrillen sollten zum Kauf mitgenommen werden. Auch der beste Helm kann in Kombination mit der falschen Brille unangenehm drücken. Auf jeden Fall muss der neue Helm über die Kennzeichnung CE EN 1077 verfügen, denn nur diese weist ihn als geprüften Schi- oder Snowboardhelm aus, der die Mindestsicherheitsanforderungen erfüllt. Auf Helme mit spröden Sonnenvisieren aus Plastik oder mit scharfen Kanten sollte generell verzichtet werden. Denn diese können das Verletzungsrisiko deutlich erhöhen.