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Rettungskarte für Ihre Sicherheit!

ÖAMTC OÖ und OÖ Landes-Feuerwehrkommando fordern Einsatz von Rettungskarten!

Pressekonferenz mit Live-Bergeaktion

Der Landesdirektor des ÖAMTC Ing. Josef Thurnhofer und LBD Johann Huber, Landes-Feuerwehrkommandant OÖ luden am 28. 9. 2010 zu einer Pressekonferenz zum Thema Rettungskarte. Ergänzend wurde in einer Rettungsaktion die Einsatzmöglichkeit und der Nutzen der Rettungskarte demonstriert.

Einsatzstatistik der Feuerwehr

Die Brisanz dieses Themas zeigt sich in der steigenden Anzahl der Feuerwehreinsätze. Waren es 2005 österreichweit 26.232 Unfälle, zu denen die Florianijünger gerufen wurden, so stieg die Zahl fünf Jahre später bereits auf 31.878 an, ein Plus von mehr als 20 Prozent. In Oberösterreich verdreifachten sich die Feuerwehreinsätze nach Verkehrsunfällen - von 2.135 im Jahr 2005 auf 7.118 im Vorjahr.

Moderne Fahrzeugtechnologien

Wo früher ein fast beliebiger Schnitt mit der Rettungsschere das Opfer befreit hat, ist heute exaktes Wissen über den jeweiligen Karosserie- und Elektronikaufbau des Fahrzeugmodells nötig. Die Zahl an Komponenten steigt, die beim Rettungseinsatz beachtet werden müssen, wie zum Beispiel Batterielage, Gasgeneratoren für Airbags im Fahrzeugdach oder in Fahrzeugsäulen etc.. "Die Schwierigkeit: Je nach Fahrzeughersteller befinden sich alle diese Komponenten an den verschiedensten Positionen im Fahrzeug. Die Lokalisation ist eine schier unlösbare Aufgabe für die Retter, die unter massivem Zeitdruck stehen", so Landesdirektor Ing. Josef Thurnhofer. "Zwar gibt es für jedes Fahrzeugmodell sogenannte 'Rettungsleitfäden'", doch ist es für die Feuerwehren unmöglich, ständig aktuelle Pläne aller Automarken im Einsatz parat zu haben, um schnell den optimalen Ansatzpunkt für die Rettungsgeräte zu finden", ergänzt der Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber.

Forderungen von ÖAMTC und Feuerwehr

Ziel dieser Pressekonferenz war unter anderem auch gemeinsame Forderungen des Landesfeuerwehrkommandos Oberösterreich und des ÖAMTC an die Medien zu kommunizieren. Ein erster, wichtiger Schritt für LBD Huber und Ing. Thurnhofer sollte die Ausstattung des eigenen PKWs mit einer Rettungskarte sein. Sie stelln aber auch eine Reihe von Forderungen:

  • ÖAMTC und Feuerwehr fordern alle Automobilhersteller auf, die Rettungsinformationen als "Rettungskarte" für jedes Pkw-Modell einheitlich auf einem DIN A 4 Blatt zusammenzufassen. Die standardisierte Darstellung muss für alle Hersteller einheitlich gestaltet werden.
  • Es sind Schnittpositionen anzugeben, um Schnitte an hochfesten Stählen und im Bereich von Airbag-Gasgeneratoren sicher auszuschließen. Außerdem müssen Druckpunkte eingezeichnet sein, an denen der Fußraum durch Rettungszylinder erweitert werden kann.
  • ÖAMTC und Feuerwehr fordern, dass in allen Neufahrzeugen die DIN A4 Rettungskarte im Bereich der Fahrer-Sonnenblende eingelegt wird.
  • ÖAMTC und Feuerwehr erwarten von den Fahrzeugherstellern eine kostenfreie Bereitstellung der DIN A4 Rettungskarten je Fahrzeugtyp für alle am Markt befindlichen Fahrzeuge als Download im Internet.

"Die Rettungskarte kann aufgrund der enormen Entwicklung in der Fahrzeugtechnik allerdings nur eine Zwischenlösung sein", so der ÖAMTC-Landesdirektor. "Sie muss über kurz oder lang elektronisch umgesetzt werden."

Die ÖAMTC-Rettungskarte

Um die angeführten Probleme zu vermeiden und die Retter bei ihren Einsätzen zu unterstützen, wurde vom ÖAMTC die Sicherheitsoffensive "Rettungskarte" gestartet. Auf den Karten müssen sich nicht nur die Fahrzeugmarke, sondern auch Angaben zu Lage und Anzahl der Batterien, Lage von Airbags und Sensorik, Lage von Gasgeneratoren und Gurtstraffern sowie eine Angabe zu den Verstrebungen und Versteifungen in der Karosserie befinden. Denn je nach Fahrzeughersteller sitzen alle diese Komponenten an verschiedensten Positionen im Fahrzeug. Ein Kleber auf der Windschutzscheibe signalisiert der Feuerwehr, dass eine "Rettungskarte im Fahrzeug" ist. Die Rettungskarte selbst sollte man hinter der Fahrer-Sonnenblende aufbewahren, wo für die Retter die größte Wahrscheinlichkeit besteht, an die Information zu kommen.

Rettungskarte zum Ausdrucken

Näheres dazu finden Sie im Link auf der linken Seite, wo Sie sich die Rettungskarte jederzeit über einen Download besorgen können. Für all jene, die über keinen Internetzugang verfügen, stellt der ÖAMTC die Ausdrucke und ÖAMTC-Kleber "Rettungskarte im Fahrzeug" für die Windschutzscheibe auch gerne an seinen Stützpunkten kostenlos zur Verfügung.