Erwischt: Neuer Ford Focus
auto touring entdeckt den getarnten Kompaktklasse-Ford bei letzten Testfahrten am Großglockner.
Präsentiert wurde der neue Ford Focus zwar bereits auf den Autoshows in Detroit und Genf, beim Händler wird er aber erst im Frühjahr 2011 stehen. Bis dahin absolviert der Golf-Konkurrent fleißig die letzten Testkilometer, unter anderem auch in Österreich. Eines der Versuchsfahrzeuge ist auto touring nun am Großglockner vor die Linse gerollt - noch zart verpackt in silberner Leopardenmuster-Beklebung (s. Fotoshow). Es handelt sich dabei wohl um die finalen Bremstests, die die Autoindustrie jeden Sommer vor der Markteinführung neuer Modelle am Glockner durchführt.
Frisches Design
Anhand dieser Sichtung in freier Wildbahn und der ersten Werksfotos lässt sich vor allem eines erkennen: Der Focus ist gewachsen. Wie schon die Klassen-Mitbewerber Opel Astra und Mazda 3 streckt er sich nun auf gut viereinhalb Meter und ist damit um satte 30 Zentimeter länger als sein Hauptkonkurrent VW Golf. Auffällig: Die im Gegensatz zum Vorgänger deutlich aggressiver gestaltete Karosserie mit breit ausgestellten Kotflügelnn und einer nach hinten stark abfallenden Dachlinie (inklusive breiter C-Säulen, die der Übersichtlichkeit wohl keinen Gefallen tun werden). Die Rückleuchten wiederum erinnern frappant an den Konzernbruder Volvo C30.
Aufgepeppter Innenraum
Markante Änderungen gibt es auch innen: Das futuristische Cockpit mit seiner geschwungenen, etwas überladenen Mittelkonsole erinnert kaum mehr an jenes des aktuellen Modells, ein neues Bediensystem namens "MyFord" soll die Handhabung mittels Spracheingabe erleichtern.
Stärker und umweltfreundlicher
Die Motorenpalette umfasst neu entwickelte EcoBoost-Benziner (Direkteinspritzung, weniger Verbrauch trotz Leistungszuwachs) sowie überarbeitete TDCi-Dieselaggregate. Die Gänge sortiert man wahlweise manuell oder via Doppelkupplungsgetriebe mit Automatik-Funktion.
Varianten und Preise
Zum Verkaufsstart im Frühjahr 2011 steht zuerst die Fließheck-Variante beim Händler, der Kombi "Traveller" folgt später. Zu den Preisen kann Ford noch keine Angaben machen, der Einstieg dürfte aber wohl zart über den bisherigen 16.600 Euro liegen.