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17.11.2009

Pannenhelfer absolvieren Fahrtechniktraining

Schleuderplatte - immer wieder eine Herausforderung

Über zwei Millionen Kilometer legen die oberösterreichischen Pannenhelfer jedes Jahr zurück. Damit sie dabei sicher unterwegs sind, muss jeder Pannendienstmitarbeiter ein Fahrtechniktraining absolvieren. "Gerade für die oberösterreichischen Pannenhelfer, die viel im Straßenverkehr unterwegs sind, ist ein Fahrtechniktraining enorm wichtig. Denn immerhin haben sie im Straßenverkehr auch eine Vorbildwirkung", betont Harald Minarik, Leiter Fahrtechnikzentrum Marchtrenk. "Die Pannenfahrzeuge sind schwerer als normale Fahrzeuge, das bedeutet das Fahrverhalten ist ein ganz anderes. Außerdem kann sich ein Pannenfahrer nicht aussuchen, ob er bei schlechten Straßenverhältnissen ausfährt oder nicht."

Training ohne Risiko

In einer gefahrlosen Umgebung können die ÖAMTC-Pannenhelfer ihr Fahrzeug in Extremsituationen austesten. Ein Paradebeispiel ist die Schleuderplatte. Wie der Name schon sagt, wird hier das Schleudern simuliert. Wer sich mit der Einstellung "das kann ja nicht so schwer sein" darauf begibt, wird schnell eines Besseren belehrt. "Es schleudert fast jeden, der zum ersten Mal auf die Schleuderplatte fährt. Doch nach dem zweiten oder dritten Mal haben viele den Dreh heraus, lenken richtig gegen und schaffen es so, dass das Fahrzeug nicht ins Schleudern gerät", so der ÖAMTC-Experte. "Das ist gerade für den Winter eine der wichtigsten Disziplinen."

Nicht nur Gas geben, sondern auch das Bremsen will gelernt sein

Beim Kurvenfahren und den Bremsübungen macht sich das Gewicht des Fahrzeugs bemerkbar. Der Bremsweg verlängert sich. "Die Teilnehmer lernen den Bremsweg besser einzuschätzen und plötzlich auftauchenden Hindernissen auszuweichen", erläutert der ÖAMTC-Fahrtechnikexperte. Beim Kurvenfahren spielt die Geschwindigkeit und das richtige Gasgeben eine Rolle. "Wer beispielsweise in der Kurve das Tempo erhöht, bekommt die Fliehkraft zu spüren und landet daraufhin abseits der Straße", weiß Minarik.

Sprit sparen, zahlt sich aus

Zudem trainieren ÖAMTC-Pannenhelfer noch das Abschleppen von Fahrzeugen bzw. vor allem die richtige Sicherung des abzuschleppenden Fahrzeugs. Nachdem die oberösterreichischen Pannenhelfer mehr als zwei Millionen Kilometer im Jahr zurücklegen, zahlt sich eine spritsparende Fahrweise, bei der man immerhin rund 15 Prozent Sprit einspart, deutlich aus. Die wichtigsten Tipps und Tricks lernen die Pannenhelfer hier in einem kompakten ECO-Training.

Übung macht den Meister

Neben einem Fahrtechniktraining mit einem qualifizierten Instruktor, ist es vor allem wichtig, das Erlernte ständig zu trainieren und aufzufrischen. Denn die Fahrzeuge werden immer moderner und die elektronischen Helferlein (ESP, ABS und Co) immer mehr. "Es gibt immer wieder Teilnehmer die zum wiederholten Mal zu uns kommen, weil sie ständig auf dem Laufenden sein wollen und ihnen das Training so großen Spaß gemacht hat", sagt der ÖAMTC-Experte erfreut.

Sicherheit schenken

Rechtzeitig vor Weihnachten gibt es auf ausgewählte Fahrtechniktrainings 20 Euro Ermäßigung. Bei einem Training im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Marchtrenk kann man im gesicherten Gelände Grenzen erfahren und üben, wie man das Fahrzeug auch in schwierigen Situationen beherrscht. Infos und Anmeldemöglichkeit zu den ÖAMTC-Fahrtechniktrainings gibt es unter www.oeamtc.at/fahrtechnik, im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Marchtrenk unter (07243) 515 20 oder per E-Mail fahrsicherheit.ooe@oeamtc.at.