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Starthilfe mit bösen Folgen

von Aloisia Gurtner

Den Vormittag des 3. Oktober wird Klaus Sch. aus Tamsweg so schnell nicht vergessen. Seine Nachbarin hatte ihn um Starthilfe bei ihrem Auto gebeten, denn nach der ersten bitterkalten Nacht im Lungau verweigerte die Batterie den Dienst. Für Klaus Sch. eine Selbstverständlichkeit und reine Routine. Doch trotz aller Bemühungen sprang der Wagen nicht an. Schließlich ließ die Autobesitzerin ihr Fahrzeug in die Werkstätte schleppen. Die fatale Diagnose der Fachleute: Durch einen Fehler beim Anlegen der Starterkabel wurde das Motor-Steuergerät zerstört. Kostenpunkt: 670 Euro! Klaus Sch. muss als Verursacher für den Schaden haften. "Die Kosten sind zwar durch meine Haftpflichtversicherung gedeckt, aber jetzt bin ich ins Malus gerutscht. Dabei wollte ich doch nur helfen", erzählt der Tamsweger.

Klaus Sch. ist leider kein Einzelfall. Peter Schmid vom ÖAMTC-Salzburg weiß von zahlreichen Fällen, wo gut gemeinte Nachbarschaftshilfe mit Streit und teuren Reparaturen endete. "Wenn Sie tatsächlich Starthilfe geben wollen, dann verwenden Sie ausschließlich Starterkabel mit Überspannungsschutz (im ÖAMTC-Shop erhältlich) und schalten Sie Verbraucher wie Licht oder Heckscheibenheizung ein, um die Spannungsspitzen abzufangen", empfiehlt Schmid.

Sein Tipp: "Unsere Pannenfahrer haben das know-how und die entsprechende Ausrüstung. Rufen Sie einfach die ÖAMTC-Notrufnummer 120 und überlassen Sie die Starthilfe den Profis".