Auch bei den routiniertesten Piloten, Notärzten und Flugrettungssanitätern steigt immer noch der Adrenalinspiegel sobald das Piepen des Pagers einen neuen Einsatz ankündigt.
Flugrettung
In 3 Minuten in der Luft
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Von der Leitstelle zur Rettungscrew
Schlag auf Schlag
Ab diesem Zeitpunkt geht alles Schlag auf Schlag und innerhalb von drei Minuten ist der Hubschrauber in der Luft - unterwegs zum Notfallort, um Hilfe zu bringen.
Leitstelle
Regie führt im Hintergrund die Leitstelle. Sie nimmt die Notrufe entgegen und entscheidet auf Grund genauest definierter Kriterien, welches Rettungsmittel entsandt wird. Da es gerade in der Notfallrettung immer um Menschenleben geht, wird das Einsatzmittel alarmiert, das am schnellsten am Notfallort sein kann.
Knappe & präzise Anweisungen
Die Anweisungen der Leitstelle basieren auf den Angaben der Notrufmelder und sind knapp und präzise: Einsatzcode, GPS-Koordinaten, genaue Adresse, mögliche markante Punkte sowie Hintergrundinfos in Stichworten. Dies gibt der Crew im Hubschrauber bereits die Möglichkeit, sich im Hinflug auf das zu erwartende Szenario einzustellen und schon vorab ein geeignetes Zielkrankenhaus auszuwählen.
Ausnahmesituation
"Doch es gibt auch Fälle, die sich nach der Landung bzw. sogar schon im Anflug als weitaus weniger dramatisch herausstellen", weiß der leitende Notarzt und medizinische Koordinator der ÖAMTC-Flugrettung, Dr. Wolfgang Voelckel.
Lage falsch eingeschätzt?
"Vom psychologischen Standpunkt aus ist es verständlich, dass Menschen in einer Ausnahmesituation die Lage falsch einschätzen, bzw. den Notruf absetzen bevor sie sich einen genauen Überblick darüber verschafft haben." Für den ÖAMTC-Hubschrauber heißt es nämlich in diesen Fällen oft noch in der Luft umzudrehen oder unverrichteter Dinge wieder zurück zum Stützpunkt zu fliegen.
Auf den zweiten Blick kein ernster Notfall
Viele Flüge stellen sich aber erst im Krankenhaus als medizinisch nicht gerechtfertigt heraus. Notfälle, die auf den ersten Blick lebensbedrohend wirken und bei denen erst der zweite Blick mit Röntgengerät oder Computertomograph offenbart, dass der Notfall weit weniger bedrohlich ist.
Fliegende Intensivstationen
"Natürlich freut es einen für den Patienten, wenn eine angenommene Wirbelfraktur sich als weitgehend harmlos entpuppt", sagt Voelckel. Unverständlich bleibt jedoch nur, warum Krankenkassen diese Diagnosen zur Beurteilung der Fälle heranziehen. "Hubschrauber sind zwar fliegende Intensivstationen, aber für Röntgengeräte oder Computertomographen ist an Bord kein Platz", so der ÖAMTC-Notarzt abschließend.
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