"Manche Interessenvertretungen - die wohlgemerkt in der Großstadt beheimatet sind - machen es sich sehr einfach. Sie stempeln Autofahrer als Klima-Sündenböcke ab, bringen aber gleichzeitig keine ernsthaften Alternativen zur Mobilität der Österreicher. Es ist zynisch, von Menschen, für die das Auto eine Bedingung für ihren Arbeitsplatz ist, zu verlangen, noch mehr Geld für das Autofahren auszugeben", ärgert sich Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Eine Pkw-Maut kommt für uns nicht in Frage."
Maut & Vignette
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Wenn man die Vignette auf die durchschnittliche Kilometerleistung eines Autofahrers aufrechnet, bezahlt dieser zwei Cent pro Kilometer. Ein jetzt kolportierter Roadpricing-Satz von fünf Cent würde eine zweieinhalbfache Mehrbelastung für den Autofahrer bringen. Darüberhinaus ist es aus Sicht des ÖAMTC naiv zu glauben, dass es bei fünf Cent bleibt.
Lenkungseffekt fraglich
Neben den Investitionskosten würden erhebliche jährliche Administrations- und Rechtsverfolgungskosten anfallen. Weiters müssten neue Ausgleichszahlungen für Pendler erfunden werden. Nicht zuletzt bezweifelt Rohracher den Lenkungseffekt einer solchen Maßnahme. "Wer viel Geld hat, wird sich sein Auto weiterhin leisten, wer wenig verdient, wird ratlos überbleiben", weist der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung auf die soziale Ungerechtigkeit hin.
Auto-Erhaltung
Bereits jetzt zahlen Österreichs Autofahrer mehr denn je für die Erhaltung ihres Autos. Seit dem letzten Jahr legen sie für die Dotierung des Klimafonds im Durchschnitt auch noch 30 Euro bei Benzin bzw. 50 Euro bei Diesel hin, Pendler entsprechend noch mehr.
Und was sagt der Klimafond?
Die Autofahrer werden bis ins Jahr 2010 500 Millionen Euro in den Klimafond einzahlen: "Dafür darf man sich entsprechende konstruktive Vorschläge erwarten. Bisher vermissen wir solchen Maßnahmen. Die Autofahrer jedenfalls zeigen ihren guten Willen, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wenn man den Tanktourismus in der österreichischen Klimabilanz mitberücksichtigt, befindet sich Österreich im Straßenverkehr bereits auf Kioto-Kurs", so der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.
Aufklärung
Der ÖAMTC seinerseits setzt weiterhin auf Aufklärung der Autofahrer (Beispiel spritsparendes Fahren) sowie auf technologische Innovation bei Antrieben und Kraftstoffen.
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